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KOLUMNE

Futuristisch, fremdartig, abgefahren: 5 echte Urlaubsorte für Science-Fiction-Fans


Ferienerlebnisse an realen Orten, von denen man meint, sie gehören eigentlich in ein Science-Fiction-Setting, können teuer werden (Hallo, Reise ins All!). Müssen aber nicht. Wir haben ein paar Urlaubsideen und Ausflugstipps für euch – da ist von Schmalhans bis dicke Hose für jeden was dabei. 

5. An Bord der Rosetta Mission

Noch bis Oktober könnt ihr in einer groß angelegten Simulation die Rosetta Mission im Hessischen Landesmuseum miterleben. Atemberaubende Filmsequenzen aus den Tiefen des Weltalls werden an die neun Meter hohe Museumsdecke projiziert – eine Kooperation mit der ESA.

www.esa.int

4. Die Steampunk-Städte Europas

Ein Städtetrip klingt nicht sehr science-fictionesk? Mag sein, aber es gibt so einige futuristische oder retro-futuristische Städte, die einen Besuch lohnen. Meine Nummer Eins ist dabei Prag. Abseits der Touristenpfade liegt beispielsweise das winzige Johannes-Kepler-Museum in einer Seitengasse, eine Steampunk-Bar wartet mit Cocktails aus den Zwanzigern auf, und Absinth liegt in der Luft. Wem da keine neuen Ideen kommen …

www.steampunkprague.cz/

www.www.keplerovomuzeum.cz/en/

Aber auch Städte wie Glasgow, Paris, London etc. lassen einen mit viktorianischen und Jugendstilbauten in vergangene Zukunftsvisionen zurückreisen. Eine besondere Perle ist das norwegische Ålesund, das nach einer Katastrophe komplett im Jugendstil wiederaufgebaut wurde.

3. Landschaften wie auf dem Mond

Einsam, steinig, lebensfeindlich – eine sauerstoffreiche Fremdweltsimulation für den reiselustigen Geek bietet beispielsweise Island. Im Vulkan Snæfellsjökull, dem mystischen „dritten Auge der Erde“ im Westen Islands, startete Jules Vernes Reise zum Mittelpunkt der Erde. Und auch, wenn man auf der Oberfläche bleiben möchte, kann man sich in Island perfekt zwischen Zukunft und Vergangenheit hin und her bewegen.

https://just-iceland.com/de/snaefellsjokull-nationalpark

Mondartige Landschaften bieten auch die schottischen Highlands, z.B. die Cairngorm Mountains – oder auch der Brocken im Harz.

2. Two years from now, in a galaxy far, far away….

Galaxy’s Edge soll die neue Disneyland-Erweiterung heißen, die man vermutlich ab 2019 besuchen kann. Bislang war ich eigentlich nicht der Meinung, dass ich in diesem Leben in einen Themenpark voller Micky Mäuse gehen würde, aber wenn Galaxy’s Edge hält, was die Designs versprechen, könnte man ja durchaus mal im Lotto gewinnen und in die Staaten fliegen, um sich in der Mos Eisley-Cantina mit Blaumilch-Cocktails zu betrinken. Und wenn man eh mal da ist, lässt sich das ja vielleicht auch mit Reisetipp Nr. 1 verbinden ...

1. Burning Man

“A city in the desert. A culture of possibility. A network of dreamers and doers.” – so das Motto der Burning Man-Community. Einmal im Jahr entsteht in der Black Rock Desert in Nevada eine riesige Stadt, die zugleich Kunstausstellung und gigantische Maker-Culture-Party ist. Alles, was mit dorthin gebracht wird, muss auch wieder mitgenommen werden. Autos sind – bis auf irrwitzige Kunst-Gefährte namens Mutant Vehicles – in der Stadt tabu, gehandelt wird nicht mit Geld, sondern mit dem, was man mitgebracht hat. Ein acht Tage dauerndes, phantastisches Utopia. Und nein, ich war selbst noch nie da, aber irgendwann … irgendwann …

(Wer mehr Worte rund um den Burning Man lesen will, dem sei „Little Brother – Homeland“ von Cory Doctorow ans Herz gelegt!)

https://burningman.org

Und der Spartipp: Eine Runde Lasertag mit Freunden

Alles zu weit weg, kein Geld oder dieses Jahr schon Strand statt Sterne geplant? Wie wär’s dann einfach mit einem Bonustipp: Lasertag ist, anders als Paintball, schmerzfrei (es sei denn, man läuft gegen Wände) – und atmet eher Science-Fiction als Militär. Laserknarren in Schwarzlichtdunkelheit als Kurzurlaub für den sonnenscheuen Nerd von Welt! 

Welche verrückten Science-Fiction-Urlaubstipps habt ihr denn so für uns?

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