Doctor Who Christmas Special

© BBC

NEWS

"Doctor Who Christmas Special", Netzneutralität und Disney kauft 20th Century Fox


Aus der Science-Fiction- und Fantasy-Welt gibt es neue Trailer zum "Doctor Who Christmas Special" und zur japanischen Zeitreiseserie "Erased" sowie Infos zum Ende der Netzneutralität und Disneys Kauf von 20th Century Fox.

"Doctor Who Christmas Special" - zweiter Trailer

Zu Weihnachten gibt es viele liebgewonnene Traditionen, wie den Weihnachtsbaum, die Geschenke oder den Familienstreit. Für viele Geeks ist seit einigen Jahren das Christmas Special von Doctor Who dazugekommen, für dessen diesjährige Ausgabe - Twice Upon A Time -  es jetzt einen neuen Trailer gibt. Es wird der letzte Auftritt von Peter Capaldi als zwölfter Doctor sein, bevor er zur Frau regenerieren und Jodie Whittaker den Sonic Screwdriver übernehmen wird. Doch zunächst wird er sich selbst begegnen, und zwar seinem aller ersten Ich, dem ersten Doctor, der 1963 von William Hartnell gespielt wurde. Da Hartnell schon lange verstorben ist, wird David Bradley die Rolle übernehmen. Bradley spielte William Hartnell schon im Film Adventures in Space and Time, über die Entstehung von Doctor Who. In Großbritannien wird das Christmas Special am ersten Weihnachtstag im Fernsehen laufen, bei uns am gleichen Tag in englischer Originalfassung im Kino.

Die neue "SF & F Rundschau" von Josefson ist da

Wer auf den letzten Drücker noch ein paar Empfehlungen für phantastische Buchgeschenke benötigt, dem hilft Josefson mit seiner aktuellen Ausgabe der SF & F Rundschau - Träumen Neandertaler von elektrischen Mammuts? Darunter zum Beispiel Neanderthal der neue SF-Roman von Jens Lubbadeh (Unsterblich), in dem es genetisch wird.
Natürlich hat Josefsons auch wieder ein paar englischsprachige Autoren im Gepäck, die bei uns noch weitestgehend unbekannt sind, wie z. B. Steve Rasnic Tem mit seinem abgründigen Zukunftsszenario Ubo. Der Preis für den kuriosesten Titel geht an Gion Mathias Caveltys Der Tag, an dem es 449 Franz Klammers regnete. Und Josefson bespricht auch etwas, das auf dem deutschen Buchmarkt leider zu den vom Aussterben bedrohten Arten gehört: Eine Anthologie! Also ein in Buchform gepresste Sammlung von Kurzgeschichten (das sind im Prinzip Romane, nur eben relativ kurz, hundert Seiten und weniger). Extrasolar heißt das gute Stück, das Nick Gevers herausgegeben hat (und das nur beim Verlag direkt erhältlich ist). Jetzt wo Donald Trump zum Mond und zum Mars will, ist es wohl auch das Beste, das Sonnensystem zu verlassen.

"Erased" - Trailer zur japanischen Zeitreiseserie

Seit Freitag gibt es auf Netflix die japanische Zeitreiseserie Erased (japanisch mit deutschen Untertiteln), die auf der Mangavorlage Die Stadt, in der es mich nicht gibt (dt. bei Tokypop erschienen) von Kei Sanbe basiert. Darin geht es um den Endzwanziger Satoru Fujinuma, der nach der Ermordung seiner Mutter die Fähigkeit erhält, unkontrolliert durch die Zeit zu springen, was ihn in seine Kindheit zurückführt, wo er einen Serienmörder aufhalten möchte. Den Trailer gibt es leider nur auf Japanisch, aber wer sich von Untertiteln nicht abschrecken lässt und mal etwas abseits der üblichen amerikanischen und britischen Genreserien gucken möchte, sollte einen Blick bei Netflix riskieren.

Netzneutralität gefallen und Disney kauft Fox

In der letzten Woche hat sich einiges getan, was zum einen das Internet, wie wir es bisher kannten, für immer verändern könnte, aber auch die Medienlandschaft in Bezug auf Kino und Streaming.

Das Ende der Netzneutralität


Die amerikanische FCC, die Federal Communications Commission - die ursprünglich für die Vergabe von Radiofrequenzen in den USA zuständig war, inzwischen aber auch über das frei empfangbare Fernsehen und das Internet wacht - hat die Abschaffung der Netzneutralität in die Wege geleitet. Was bedeuten könnte, dass große Telekomunikationsanbieter wie Comcast oder AT & T, die die Infrastruktur für das Internet bereitstellen, Gebühren für die Nutzung von größeren Datenmengen verlangen können. Es bleibt zu befürchten, dass dadurch ein Zweiklasseninternet entstehen könnte, das vor allem große Konzerne bevorteilt, die in der Lage sind, hohe Gebühren für hohe Datenmengen zu bezahlen, während kleinere Unternehmen und Start-ups ihre Leistungen nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeiten anbieten können. Inwiefern sich das auf den Endnutzer  - als auf uns - auswirken wird, ob uns dadurch höhere Internetkosten entstehen werden, bleibt abzuwarten, scheint aber sehr realistisch zu sein.

Disney kauft Fox


Die zweite große Umwälzung fand im Medienbereich statt. Der Disney-Konzern hat die Film- und Serienabteilung 20th Century Fox von Rupert Murdochs Medienkonzern 21th Century Fox für 52 Milliarden Dollar gekauft. Damit hat unter anderem das zweitgrößte Filmstudio der Welt (Nr. 1 ist 2017 Warner Bros., was Marktanteile angeht) das viertgrößte gekauft. Was Marvel-Fans freuen dürfte, da nun der Weg für die X-Men zurück ins MCU (Marvel Cinematic Universe) offen steht, ansonsten aber weiter zu einer Monopolisierung des Filmmarkts führt. Disney hat damit jetzt eine noch stärkere Position, wenn es darum geht, Kino unverschämte Konditionen aufzuzwingen, wie sie es aktuell bei Die letzten Jedi machen.

Mit dem Filmdeal gehören jetzt auch Franchises wie Alien und Die Hard (Stirb Langsam) zu Disney. Hinzu kommen TV-Sender wie FX und Fox (Die Simpsons, Akte X) und das Streamingportal Hulu. Hauptgrund für den gigantischen Kauf dürften Disney Absicht sein, auf dem Streamingmarkt Fuß zu fassen und Amazon und Netflix Konkurrenz zu machen. Den bisherigen Deal mit Netflix hatte man schon vor einigen Wochen gekündigt. Für das für 2019 angekündigt Streamingportal steht jetzt also genügend Material zu Verfügung, hinzu kommt noch die angekündigte Star Wars-Serie. Für den Nutzer bedeutet dies, dass sich die Inhalte in Zukunft auf weitere Streaminganbieter verteilen werden und man mehr Abos abschließen muss, um alle Inhalte sehen zu können.

Share:   Facebook