Drachenreiter

© obs/Constantin Film

NEWS

Drachenreiter, Coco und Tolkiens Beren und Lúthien


Unsere Science-Fiction- und Fantasy-News sind da. Dieses Mal mit einem neuen Trailer zu Pixars Coco, dem Baileys Women’s Prize for Fiction und der Verfilmung von Cornelias Funkes Drachenreiter.

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Drachenreiter wird verfilmt

Ihre Tintenherz-Trilogie machte Cornelia Funke 2003 zu einer weltberühmten Autorin. Erfolgreich war sie aber auch schon davor, mit ihrer Jugendbuchreihe um die Wilden Hühner zum Beispiel, dem phantastischen Venedig-Roman Herr der Diebe und 1996 mit dem Fantasyjugendbuch Drachenreiter. Das Buch spielt zwar in unserer Welt, doch die kommt ungleich phantastischer daher, als unsere schnöde Wirklichkeit. Es gibt Fabelwesen wie Dschinns, Zwerge und eben Drachen - die allerdings vom Aussterben bedroht sind. Im September 2016 erschien die Fortsetzung Die Feder eines Greifs. Constantin Film hat jetzt angekündigt, das Buch als Animationsfilm auf die Leinwand zu bringen. 

Drachenreiter
Die Feder eines Greifs
"Tintenherz" von Cornelia Funke

"Coco" - Trailer

Auch wenn sich Halloween inzwischen als Kommerzfest etabliert hat, ist es keine amerikanische Erfindung. Wer Ray Bradburys Halloween (The Halloween Tree) gelesen hat, weiß, dass die Ursprünge des Totenfests bis zum irischen Samhain zurückreichen, und man in Mexiko diesen Tag als Dia de los Muertos feiert. Dieses mexikanischen Themas haben sich jetzt die Animationsmagier von Pixar angenommen, und führen einen kleinen, äußerst lebendigen Jungen in ein Reich der Toten, das optisch doch sehr an das Lucas-Arts-Adventure Grim Fandango erinnert, aber auch an den Animationsfilm Manolo und das Buch des Lebens.

Baileys Women’s Prize for Fiction für Naomi Alderman

Seit 1996 wird der britische Baileys Women’s Prize for Fiction jährlich an Schriftstellerinnen für den besten Roman des Jahres vergeben. Wobei er seitdem schon einige Namensänderungen hinter sich hat. Der Preis ist mit 30.000 Pfund dotiert und zählt zu den renommiertesten Literaturpreisen Großbritanniens. In diesem Jahr geht er an Naomi Alderman für ihren Roman The Power, in dem Mädchen und Frauen plötzlich die Fähigkeit entwickeln, Stromstöße abzugeben, und so das Geschlechterverhältnis auf den Kopf stellen. Damit wurde erstmals ein Science-Fiction-Buch mit dem Preis ausgezeichnet. Auf Deutsch wird das Buch 2018 unter dem Titel Die Gabe bei Heyne erscheinen.

The Power
Die Gabe
Naomi Alderman

© Justine Stoddard

Mary and the Witch’s Flower - neuer Trailer

2013 kündigte die Anime-Legende Hayao Miyazaki (wieder einmal) an, in Rente gehen zu wollen, woraufhin auch Studio Ghibli ankündigte, weniger (bzw. gar keine eigenen) Filme mehr zu machen. Inzwischen ist Miyazaki (mal wieder) von seinem Rücktritt zurückgetreten und hat einen neuen Film angekündigt. Doch in der Zwischenzeit hatten sich schon einige ehemalige Mitarbeiter von Ghibli selbstständig gemacht und das Studio Ponoc gegründet. Der erste Film heißt Mary and the Witch’s Flower, basiert auf dem Buch Der verhexte Besen von Mary Stewart und soll dieses Jahr in die Kinos kommen. Der neue Trailer sieht schon sehr vielversprechend aus, die Einflüsse von Ghibli sind unverkennbar.

Beren und Lúthien

Gestorben ist der britische Professor John Ronald Reuel Tolkien, der mit dem Kinderbuch Der Hobbit und der Fantasytrilogie Herr der Ringe auch über sein Fachgebiet als Philologe hinaus bekannt wurde, bereits 1973. Was seine Nachlassverwalter vom Tolkien Estate, allen voran sein Sohn Christopher Tolkien, nicht davon abhält, immer wieder neue Bücher vom ihm herauszubringen. Dieses Mal hat man sich der tragischen Geschichte von Beren und Lúthien gewidmet, die bereits im Silmarillion enthalten ist, jetzt aber als einzelnes Buch in einer vollständigen Ursprungsfassung und mit Illustrationen von Allan Lee erscheint. Die Geschichte entstand nach Tolkiens Rückkehr aus dem 1. Weltkrieg, wo er die Schlacht an der Somme miterleben musste. Vorbild für das Liebespaar waren übrigens Tolkien und seine Frau Edith selbst, auf deren Grabsteinen die Namen Beren und Lúthien eingraviert sind. Auf Deutsch erscheint das Buch morgen am 10 Juni (samstags!?) bei Klett Cotta in der Übersetzung von Hans-Ulrich Möhring und Helmut W. Pesch.

Beren und Luthien


Die nächsten SFF News gibt es am Montag, den 12. Juni!

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