"Alien: Covenant" - Header

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NEWS

Der Deutsche Computerspielpreis, "World War Z" und "Alien: Covenant"


Unsere Science-Fiction- und Fantasy-News sind da. Dieses Mal mit dem Deutschen Computerspielpreis, World War Z und einer besonderen Zusatzgeschichte zu Alien: Covenant.


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"Alien: Covenant" - Der Prolog

Die PR-Maschine für Alien: Covenant (Kinostart 18. Mai) läuft munter weiter, aber statt einen Trailer nach dem anderen rauszuhauen, die schon fast alles vom Film zeigen (wie es bei so vielen anderen Filmen der Fall ist), lässt man sich lieber etwas einfallen. In diesem Clip (wohl der Prolog des Films) wird gezeigt, was direkt im Anschluss zum Vorgänger Prometheus passierte. Covenant stellt noch keinen direkten Vorgänger vom ersten Alien-Film von Ridley Scott dar, soll aber darauf hinführen und der Kreis sich dann im nächsten Teil schließen. Der Roman zum Film, vom Meister der Novelisierung Alan Dean Foster, der schon einen spannenden Roman zum ersten Alien (und den Fortsetzungen) schrieb, wird in Deutschland übrigens im Lucifer Verlag erscheinen.

"World War Z 2" von David Fincher?

Berichten zufolge soll David Fincher bei  der Fortsetzung zu World War Z Regie führen, jenem Zombie-Katastrophenfilm aus dem Jahr 2013 - mit einer recht turbulente Produktionsgeschichte -, der mit der Buchvorlage von Max Brooks wenig mehr als den Titel gemein hat.

Peter Watts und Caitlin Sweet im Otherland

Am Mittwoch den 3. Mai besuchen der kanadische SF-Autor Peter Watts und die Jugendbuchautorin Caitlin Sweet die Otherlandbuchhandlung in Berlin für eine kostenlose Lesung ab 20.00 Uhr. Peter Watts ist vor allem für seine beiden außergewöhnlichen Hard-SF-Romane (mit Vampiren!) Blindflug und Echopraxia (beide Heyne) bekannt. Caitlin Sweet schreibt düstere Fantasy für Jugendliche, auf Deutsch ist von ihr bisher nur der Roman Der Ketzer der Shonyn: Die Chroniken von Luhr (Goldmann 2009) erschienen.

Die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises

Seit 2009 wird jährlich der Computerspielpreis - immer abwechselnd in München und Berlin - verliehen. Im Rahmen einer großen Gala am Berliner Westhafen wurde am 26. April 2017 der Computerspielpreis in verschiedenen Kategorien verliehen. Er ist mit einem Gesamtpreisgeld von 385.000 Euro  einer der höchstdotierten Preise für digitale Spiele in Deutschland und wird getragen von den Branchenverbänden BIU e. V. und G.A.M.E. e. V. gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). 2015 wurde die Auszeichnung völlig neu aufgesetzt. Allerdings steht sie immer wieder in der Kritik: Neben verlorengegangenen Stimmen, wird beklagt, dass das Auswahlverfahren für die Spiele sehr undurchsichtig und willkürlich sei, wie viele Medien berichten. Dennoch: Die Gewinner können sich glücklich schätzen. Hier die Spiele, die in den Hauptkategorien ausgezeichnet wurden:

Bestes Deutsches Spiel

PORTAL KNIGHTS – Keen Games, Frankfurt am Main / 505 Games, Mailand

Bestes Nachwuchskonzept

DYO – Fabian Golz, Oliver Langkowski, Josia Roncancio, Ragnar Thomsen, Maximilian Warsinke (HTW Berlin)

Bestes Kinderspiel

SHE REMEMBERED CATERPILLARS – Jumpsuit Entertainment, Kassel

Bestes Jugendspiel

CODE 7 – Episode 0: Allocation – Goodwolf Studio, Bonn

Beste Innovation

VR COASTER RIDES AND COASTALITY APP – VR Coaster, Kaiserslautern

Beste Inszenierung

ROBINSON: THE JOURNEY – Crytek, Frankfurt am Main

Bestes Serious Game

ORWELL – Osmotic Studios, Hamburg

Bestes Mobiles Spiel

GLITCHSKIER – Shelly Alon, Hamburg

Bestes Gamedesign

SHADOW TACTICS: BLADES OF THE SHOGUN – Mimimi Productions, München / Daedalic Entertainment, Hamburg (abgelehnt)

Bestes Internationales Spiel

THE LEGEND OF ZELDA: BREATH OF THE WILD – Nintendo

Bestes Internationales Multiplayer-Spiel

OVERWATCH – Activision Blizzard

Beste Internationale neue Spielewelt

UNCHARTED 4: A THIEF’S END – Sony Interactive Entertainment

Sonderpreis der Jury:

Computerspielemuseum

Publikumspreis

THE WITCHER 3: WILD HUNT – BLOOD AND WINE

Klassiker "Fahrenheit 451" bekommt ein neues Gesicht

1953 erschien Ray Bradburys faszinierender Science-Fiction-Roman "Fahrenheit 451". Die Geschichte rund um den jungen Feuerwehrmann Montag, der den Sinn und Zweck seiner Arbeit und der Menschlichkeit in Frage stellt, zählt zu den großen Klassikern des Genres und soll nun in neuem Gewand verfilmt werden. Natürlich gab es schon in den 1960ern eine Verfilmung, doch nun will HBO, die ja eher für ihre Hitserien wie "Game of Thrones" oder andere Blockbuster bekannt sind, dieser Dystopie neues Leben einhauchen. Während Ramin Bahrani und Amir Naderi  bereits an den Drehbüchern schreiben, sind Michael B. Jordan und Michael Shannon bereits Teil des Casts. Man darf gespannt sein, wie dieser Klassiker neu umgesetzt wird.

"Masters of the Universe" - Kinostart angekündigt

Wer als Junge in den Achtzigerjahren aufgewachsen ist, begegnete in seinem Kinderzimmer oder bei Freunden früher oder später (neben den MASK- und Transformers-Spielzeugen) den He-Man-Spielfiguren von Mattel (auch als Masters of the Universe bekannt, was Autor Tom Wolfe dazu anregte, die Wall-Street-Banker in seinem berühmten Roman Fegefeuer der Eitelkeiten als "Herren des Universums" zu bezeichnen). Um den Verkauf anzukurbeln, gab der Konzern Comics und eine sehr unterhaltsame Zeichentrickserie in Auftrag, die in den USA von 1983 bis 1984 mit 98 Folgen lief (bei uns wurde sie Ende der 80er auf Tele 5 ausgestrahlt).

Die Welt von He-Man (auf dem Planeten Eternia) ist eine kuriose Mischung aus Fantasy (Sword and Sorcery) und Science-Fiction, aus Magie und Technik, in der der böse Zauberer Skeletor He-Man und seinen Mannen an den Kragen will. Die muskelbepackte Ästhetik der Spiel- und Zeichentrickfiguren erinnern an die Fantasycover der 1970er von Zeichnern wie Frank Frazetta, aber auch an den Film Conan der Barbar mit Arnold Schwarzenegger. Von 2002 bis 2004 gab es auf dem Cartoon Network eine weitere Zeichentrickserie (He-Man and the Masters of the Universe) mit 39 Folgen und einer deutlich moderneren Ästhetik.  Von 1984 bis 1988 erschien im Hause Europa (Die Drei Fragezeichen) eine ausgezeichnete Hörspielserie zu Masters of the Universe.

1987 produzierten die legendäre und berüchtigte Filmproduktionsgesellschaft Cannon Films (American Ninja, Missing in Action, Quatermain) eine Realverfilmung mit Dolph Lundgren als He-Man und Frank Langella als Skeletor. Aus Kostengründen spielte der Film allerdings größtenteils auf unserer Welt in den USA, was zu einigen schmerzhaften Verrenkungen in der Story führte und den Film eher unfreiwillig komisch wirken ließ.  Inzwischen ist bei Columbia Pictures eine Neuverfilmung in der Mache sein, an der auch der wohl unvermeidliche David S. Goyer beteiligt sein soll. Als Kinostart wurde jetzt der 18. Dezember 2019 verkündet.

Hier der Vorspann der alten Zeichentrickserie, der die wichtigsten Figuren vorstellt und bei einigen aus meiner Generation Erinnerungen wachrufen dürfte.


Die nächsten SFF News gibt es am Montag, den 1. Mai!

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