Kolumne: "Die Weisheit der Nerds" von Stephen H. Segal

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Der Frühstücksclub


„Nein, ich hab‘s noch nie getan!“

Claire, Der Frühstücksclub

 

 

Claire inszenierte sich als supererfahrene, superscharfe Braut – bis sie in einem schwachen Moment zusammenbrach und zugeben musste, dass sie es noch nie mit einem Typen getrieben hatte. Aber ob man sich nun gefreut hat, dass Ms. Perfect einen Dämpfer erhielt, oder mit ihr sympathisierte, die Botschaft, die Claire und die anderen Nachsitzer damals für uns hatten, war dieselbe: Die ganze Highschool ist eine einzige verlogene Inszenierung. Natürlich hatten wir alle unser Cliquen, Freundeskreise und Bezugsgruppen. Aber: Wenn selbst die scharfe rothaarige Schnecke mit ihren reichen Eltern in Wirklichkeit ein unsicherer, plumper Teenager war – warum sollte es uns Losern, die froh sein konnten, wenn sie mit sechzehn ein bisschen fummeln durften, dann bessergehen? Der Frühstücksclub zeigte uns, dass all die coolen, hippen und trendigen Leute in unserer Schule genau das alles eben nicht waren. Wie gesagt: Claire hat es noch nie getan.


In Der Frühstücksclub (1982) spielte auch Judd Nelson mit. Sein Geek-Status wuchs noch weiter, als er die Rolle des Hot Rod in Transformers – Der Kampf um Cybertron (1986) einsprach.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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