Die Weisheit der Nerds: Lois Lane

© Mario Zucca

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Lois Lane


„Sie ... Sie halten mich? Aber wer hält Sie?“

Lois Lane, Superman

 

Es gibt Menschen, die zu Höherem bestimmt sind. Menschen, die ohne Netz und doppelten Boden auskommen. Als Überflieger vollbringen sie Leistungen, von denen wir anderen nur träumen können. Die Rede ist nicht nur von Superhelden, sondern zum Beispiel auch von Eltern –alleinerziehenden Müttern etwa oder Eltern mit geringem Einkommen. Jeden Tag zischen sie durch die Gegend und bewahren ihre Kinder vor harten Stürzen, wenn die mal wieder eine Kante übersehen und von einem metaphorischen Wolkenkratzer gefallen sind. Eltern sind stille Superhelden, die ihre Lois Lanes und Jimmy Olsens auffangen. Und das gilt auch für alle anderen, die ihren Mitmenschen unter die Arme greifen, wenn sie es nötig haben. Um auf Lois’ Fragen zurückzukommen: Wer kümmert sich um all die Menschen, die sich um andere kümmern? Wenn es um die Helden des Alltags geht, lautet die Antwort meist „niemand“. Anders als im Kino haben diese Menschen keinen Superman, der sie auffängt, wenn sie fallen. Dass sie ihr Leben dennoch meistern, macht sie fraglos selbst zu Superhelden.


Der Film Superman (1978) brachte einige Neuerungen. Zum Beispiel, dass der Planet Krypton kalt und karg ist – und nicht wie in den Comics die Heimat einer farbenfrohen Zivilisation. Oder auch den Geschäftsmann Lex Luthor, der in den Comics Wissenschaftler ist.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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