Die Weisheit der Nerds: Zurück in die Zukunft

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Zurück in die Zukunft


„Hey, du! Nimm deine verdammten Drecksfinger von ihr.“

George McFly, Zurück in die Zukunft

 

Falls du dich mal gefragt hast, wie viel man in einen einzigen Satz reinpacken kann, dann schau dir diesen an. In diesen acht Worten geht es um vertauschte Identitäten, sexuelle Gewalt, aufkeimenden Heldenmut, Proto-Inzest und die Beugung des Raum-Zeit-Kontinuums – und all das, bevor Biff sich überhaupt umdreht. Wir haben alle schon mal erlebt, wie sich unsere Sorgen und Wünsche in einem einzigen, schrecklichen Moment verdichtet haben – einem Moment, in dem uns klar wurde, dass unsere ganze Zukunft davon abhängt, wie wir uns jetzt entscheiden. Bei George reichte dieser eine Moment schon aus: Seine Passivität verwandelte sich in Tatkraft, und er veränderte sein Leben. Im Film ist dieser Moment ein echter Triumph; im echten Leben tauchen nach schwierigen Entscheidungen oft neue Probleme auf. Trotzdem ist es oft richtig, diese schwierigen Entscheidungen zu treffen. Denn auch wenn es irgendwann doch noch schief geht, weiß man, dass man sich wacker geschlagen hat.

 

Crispin Glover spielte George McFly in Zurück in die Zukunft (1985) so überzeugend, dass man sich nur sehr schwer jemand anderen in dieser Rolle vorstellen kann. Das hielt die Produzenten aber nicht davon ab, Glover im Sequel durch einen anderen Schauspieler zu ersetzen, der mit einer niedrigeren Gage zufrieden war.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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