Die Weisheit der Nerds: Matrix

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Matrix


„Den Löffel gibt es nicht.“

Matrix

 

Es war nicht einfach, Neo die Funktionsweise der Matrix auch nur annähernd genau zu erklären. Am erfolgreichsten war noch das löffelbiegende Kind: Die Welt ist formbar, sagte es, weil sie nicht real ist. Für jemanden, der knietief in den eigenen Problemen steckt, mag das zynisch klingen, doch diese kleine, unbequeme Wahrheit erreichte Neo in einem ganz entscheidenden Moment. Wir haben das alle schon mal erlebt: Manchmal sind wir verwirrt und unsicher, und dann gibt uns jemand genau den Rat, den wir nicht hören wollen – und der uns wenig hilfreich, ja geradezu unlogisch erscheint. Andererseits: Wenn wir etwas nicht hören wollen, heißt das ja noch lange nicht, dass es kein guter Rat ist. Und wenn selbst Neo das kapiert hat – whoa! –, dann kapieren wir das erst recht.

 

In den 1970ern erlebte die Forschung zu außersinnlicher Wahrnehmung einen Höhepunkt. Das rätselhafte Verbiegen von Löffeln wurde zum Symbol für alle möglichen paranormalen Phänomene – besonders dank des selbst ernannten Telekinese-Künstlers Uri Geller.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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