Heldenreport

KOLUMNE

Cosplay, Larp und Brettspiele im April: Teilzeithelden-Report # 1


Michael Engelhardt
12.06.2017

In unserem monatlichen Heldenreport präsentiert euch Teilzeithelden.de die Highlights des vergangenen Monats rund um die Themen Rollenspiel, Brettspiel, Larp und Cosplay. Für Leser mit wenig Zeit bringen wir eure Themen auf den Punkt.

LARP, Rollenspiel und Cosplay

RPC – Cosplay statt Rollenspiel

Alle Jahre schallt es durch die Rollenspiel-Szene: Rollenspiel wird bei dem Conventionprimus immer mehr an den Rand gedrängt. Vermeintlich zum Vorteil von Cosplay. Und tatsächlich, wer auf der letzten RPC zu Besuch war, wird die große Anzahl Cosplayer bemerkt haben. Aber ist das wirklich schlecht? Natürlich sollte eine Messe, die Rollenspiel schon im Namen hat, ihr Kernpublikum nicht vergraulen, aber ist Cosplay nicht auch eine Form des Rollenspiels?

Und selbst wenn nicht, beide Szenen können davon profitieren. Der Rollenspielszene fehlt frisches Blut, das könnten junge phantastikaffine und kreative Menschen sein: Cosplayer eben. Zur Kolumne.

 

 

Cosplay

© Roger Lewin

NoReturn

Bereits seit Dezember 2016 ist NoReturn erhältlich, es ist also höchste Zeit, sich einmal das neue System von Manfred Altenschmidt ausführlich anzusehen. Endzeit-Settings erfreuen sich schon länger einer großen Beliebtheit in der Fantasy-Szene, kein Wunder also, dass auch regelmäßig Pen&Paper-Systeme mit diesem Setting auf den Markt kommen. Eines der jüngeren ist NoReturn, das im Eigenverlag herausgebracht wird. Im Jahr 5407 streiten die Überlebenden einer Apokalypse einmal mehr um die letzten Ressourcen der Erde. Das System an sich ist am ehesten mit Shadowrun vergleichbar und bietet umfangreiche Regeln für fast alle Bereiche. Mit 11 Trefferzonen spricht es sicher auch actionorientierte Spieler an. Der Hintergrund ist vage genug um genügend Freiraum zu lassen, aber ausreichend definiert um schnell loszulegen. Zur Rezension.

NoReturn

© Manfred Altenschmidt

PodCast

LARP ist längst im Mainstream angekommen und begeistert allein in Deutschland zehntausende Menschen aus allen Bevölkerungsschichten. Aber wie steige ich in dieses Hobby ein und welche klassischen Fettnäpfchen sollte ich besser vermeiden? Mit diesen Fragen haben sich unsere Redakteure Alex und Henning, sowie die Neu-LARPerin Alina ausführlich in unserem Podcast beschäftigt. Reinhören!

Und am Spieltisch

Robo Rally

Robo Rally ist eigentlich ein betagtes Spiel. Bereits über 20 Jahre hat das Spiel des Erfinders des Sammelkartenspieles Magic: The Gathering, Richard Garfield, auf dem Buckel.

Jetzt ist eine neue Auflage erschienen, und wir haben uns die verrückte Rally gestürzt. Das Spiel eignet sich für zwei bis sechs Spieler, wobei es mit mehr Spielern auch viel chaotischer wird, was durchaus im Sinn des Spieles ist. Ziel ist es dabei, zwischen einem und sechs Checkpoints in einer festgelegten Reihenfolge als Erster abzufahren. Jede Spielrunde besteht dabei aus drei Phasen: Zunächst kann man seinen Roboter upgraden, dann Programmieren und letztendlich aktivieren. Dabei gilt es natürlich, durch Upgrades und geschickte Spielzüge nicht nur schneller zu sein, sondern den Gegner auch auszubremsen. Mit 30 bis 90 Minuten Spielzeit ist es ein lustiges Spiel für zwischendurch mit liebevoll gestalteten Robotern. Leider ist der Rest des Spieles nicht ganz so wertig, was sich unserer Bewertung bemerkbar macht.

© Avalon Hill

Cortex Challenge Geo!

Ein knackiges Denkspiel für zwischendurch ist eigentlich genau die richtige Beschäftigung um Lücken auf Cons zu füllen. Die Rückseiten der Karten geben, wie aus anderen Spielen bekannt, eine Rätselkategorie vor. Nun gilt es, schneller als die Mitspieler die Aufgabe zu erfassen und zu lösen. Dabei erwartet einen leider wenig Neues, meist geht es darum, nicht passende Dinge auszusortieren oder die passenden Dinge zu finden. Wer einen Fehler macht, setzt dann in der nächsten Runde aus.

Wie der Name vermuten lässt, hat das Ganze einen Schwerpunkt auf geographische Fragen.

Anders als andere Cortex Challenge Varianten scheitert Geo! jedoch. Zu oft hat der Spieler, zu dem die Karte ausgerichtet ist, einen Vorteil, und nach ein paar Mal Spielen kennt man alle Symbole. Ein nettes Spiel für zwischendurch, an dem man aber schnell die Lust verliert. Zur ausführlichen Rezension.

Cortex

© Detlef Schroedter


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