Durch die Galaxie mit Autor Daryl Gregory

NERD TALK

Durch die Galaxie mit Autor Daryl Gregory


In unserer Interviewreihe "Durch die Galaxie" nehmen uns Autoren mit auf eine Reise durch ihren eigenen Kosmos. Heute hat Daryl Gregory, Autor von „Afterparty", unser Raumschiff betreten. Wir starten in 3...2...1...

Im Roman "Afterparty" (FISCHER Tor) suchte Neurochemikerin Lyda Rose eigentlich nach einem Mittel gegen Schizophrenie. Das überraschende Ergebnis ihrer Experimente war jedoch eine Droge, die dafür sorgt, dass man durch ihre Einnahme seinen ganz persönlichen Gott findet. Und ihn nie wieder los wird. Die Konsumenten treibt das Numen in die absolute Abhängigkeit, viele in den Wahnsinn (und die Psychatrie), manche sogar in den Selbstmord - und die Unterwelt wittert das ganz große Drogengeschäft. Jetzt versucht Lyda verzweifelt, die Ausbreitung der Droge zu verhindern...

Daryl Gregory, Autor von "Afterparty" stand uns in unserem NERD TALK Rede und Antwort.


FISCHER TOR: Bitte verrate uns etwas über dich, das noch nirgendwo veröffentlicht wurde.

Daryl Gregory: Meine Sozialversicherungsnummer lautet 355-09-1678. Die Leute sagen: Daryl, so was sagt man doch nicht im Internet! Aber ich bin zu hip, um mich von »Regeln« und »gesundem Menschenverstand« einschränken zu lassen.

Stichwort Doctor Who: Wenn du als neuer Doctor regenerieren würdest, was wäre dein Erkennungszeichen oder Outfit?

Ich wäre der erste völlig nackte Doktor. Niemand könnte mich aufhalten! Selbst die Daleks würden sagen: »Exterminieren! Ex… verflucht, würden Sie bitte etwas anziehen?«

Kampf auf Leben und Tod, welche Waffe wählst du:

a) Phaser, b) Laserschwert oder c) Zauberstab?

Ich nehme immer die Waffe, die am wenigsten durch die physikalischen Gesetze eingeschränkt ist. Also Zauberstab, mit Laservisier.

Hast du ein Lieblingswort?

Ich befinde mich seit Jahren auf einem Kreuzzug für das Wort »Mehrfachkompositakritiker«. Mehrfachkomposita sind lange Wortungetüme, also ist jeder, der sie ablehnt und sich selbst als Mehrfachkompositakritiker bezeichnet, ein Heuchler. Erwischt, du aufgeblasener Bildungsbürger!

Welches ist dein Lieblingsmonster aus Literatur, Film oder Fernsehen.

Definitiv der messerschwingende psychotische Zuñi-Fetisch aus der US-Fernsehproduktion Trilogy of Terror. Wo ist der kleine Kerl nur abgeblieben? Er hat alle an die Wand gespielt, sich damit aber wohl zu sehr auf den messerschwingenden psychotischen Zuñi-Fetisch festgelegt. Jedenfalls hat man seitdem nichts mehr von ihm gehört.

Was war dein bestes Halloween-Kostüm?

Ich habe eine eherne Regel: Das Kostüm muss in höchstens zehn Minuten herzustellen sein und darf nicht mehr als fünf Dollar kosten. Also tendiere ich zu Wortspielen. Einmal war ich Conan der Barbier – ich hab einfach mein Schwert in die Hand genommen (selbstverständlich besitze ich ein Schwert!) und Werbezettel verteilt: Nur heute – Rasur zum halben Preis.

Wenn du jemanden als Gespenst heimsuchen könntest, wer wäre es?

Ich wäre ein schreckliches Gespenst. Ich schreibe zwar gern Horrorgeschichten, aber in Wirklichkeit sind es Anti-Horrorgeschichten, weil meine Storys sich eher um Empathie als um Angst drehen. Ich glaube, das kommt daher, dass ich im Mittleren Westen aufgewachsen bin und sofort Gewissensbisse kriege, wenn ich den Leuten wirklich Angst einjage.

Als Gespenst würde ich hinter Leuten auftauchen, wenn sie in den Spiegel sehen, und Sachen flüstern wie »Du hast da etwas zwischen den Zähnen«. Wenn ich ein Poltergeist wäre, würden die Leute verstörende Geräusche aus der Küche hören und rasch dorthin rennen, und dann würde die Tür der Spülmaschine offenstehen und alles Geschirr wäre weggeräumt. Wie war die Frage? Wen ich heimsuchen würde?

Wynona Ryder.

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