Die besten dystopischen Filme: Mad Max

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Die besten dystopischen Filme: Mad Max (1979)


Welche Filmdystopien MUSS man einfach gesehen haben? Filmfan und Science-Fiction-Autor Phillip P. Peterson hat die besten Dystopie-Klassiker noch einmal unter die Lupe genommen. Heute: »Mad Max«.


Ist »Mad Max« eigentlich Science Fiction? Sicher, Teil 2 und 3 spielen in einer dystopischen, postapokalyptischen Welt. Das wird in der Einleitung auch so gesagt. Aber was ist mit dem ersten Teil?

Hauptsächlich ist es ein harter Actionstreifen. Hat er denn wenigstens Science-Fiction-Elemente? Die Handlung könnte auch einfach nur in einer heruntergekommenen Gegend Australiens spielen, also würde ich sagen: eher nicht. Da die weiteren Teile aber definitiv SF-Elemente enthalten, habe ich mich entschieden, die gesamte Trilogie als Science-Fiction einzustufen.

Official Trailer: Mad Max (1979)

Der Plot: Max Rockatansky (Gibson) arbeitet bei der Polizei und ist mit seinen Kollegen auf den Highways hauptsächlich damit beschäftigt, die Straßen von Gesindel zu befreien. Davon gibt es in Form von Motorradgangs auch genug. Besonders die »Höllenjockeys« machen den Polizisten das Leben schwer. Nachdem Kollege Goose (Bisley) von Motorradfahrern schwer verletzt wurde, nimmt sich Max mit seiner Familie eine Auszeit. Im Urlaub gerät er aber wieder an die Höllenjockeys, die seinen Sohn umbringen und seine Frau lebensgefährlich verletzen. Max begibt sich auf einen persönlichen, blutigen und brutalen Rachefeldzug gegen die Motorradgang.

Der Großteil des Films spielt auf der Straße. Die Polizisten und Gangster sind ausnahmslos in schnellen und heißen Karren unterwegs. Gut gemachte Stunts, ungewöhnliche Szenen und interessante Kameraperspektiven machen »Mad Max« zu einem herausragenden Film. So verwundert es, wenn man erfährt, dass Regisseur George Miller eigentlich Arzt war und die Filmerei als Hobby betrachtete.

Mit Kumpel Byron Kennedy kratzte er Gelder zusammen und verwirklichte das Projekt »Mad Max« für nicht mal eine halbe Million australische Dollar. Bei der Darstellung der Crashszenen und den dadurch hervorgerufenen Verletzungen hielt er sich eng an seine Erfahrungen als Unfallmediziner.

»Mad Max« gliedert sich von der Handlung her grob in drei Teile. Der erste thematisiert das Herumärgern der Polizei mit den Höllenjockeys. Der zweite Teil spielt in Max’ Urlaub und zeigt das Aufeinandertreffen seiner Frau mit den Motorradfahrern. Der dritte Teil ist dann Max’ Rachefeldzug. Wenn man bedenkt, dass die Handlung des Films letztendlich auf diesen Rachefeldzug und Max’ Verwandlung in einen kaltblütigen Killer hinzielt, ist der dritte Teil sehr kurz geraten.

Mad Max

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Insgesamt merkt man dem Drehbuch seine amateurhaften Ursprünge schon an. Das ist aber nicht negativ gemeint. Der Streifen hebt sich erfrischend ab von dem Actioneinerlei, das man zu dieser Zeit sonst so präsentiert bekam. Kult ist auch das Ende des Films.

»Mad Max« wurde vom Publikum sehr gut angenommen, was in mehreren Fortsetzungen resultierte. Weitere sind in Planung. Die Rolle des Max machte Mel Gibson zum Star. Amateurfilmer George Miller hängte den Arztkittel endgültig an den Nagel und ging nach Hollywood. Bei der Namensgebung des Protagonisten Max Rockatansky verweist Miller auf seine medizinischen Ursprünge: Die Rokitansky-Prozedur ist das gängige Verfahren zur Entnahme von inneren Organen bei einer Obduktion.

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