5 neue Star Treks, auf die wir uns freuen

© CBS All Access

FILM

Neues aus dem Star-Trek-Universum (V): Noch mehr Star Treks, auf die wir uns freuen (und einer, der uns skeptisch macht)


Schon die Übersicht verloren über all die neuen Star-Trek-Formate, die uns erwarten? Treksperte Christian Humberg behält den Durchblick und berichtet über die jüngsten und zukünftigen Reisen der weltberühmten USS Enterprise und ihrer Freunde.

Willkommen zurück an Bord! Im ersten Teil unseres kleinen Überblicks über die Zukunft des televisionären Star Treks befassten wir uns mit der dritten Staffel von „Star Trek: Discovery“, Captain Pikes neuen fremden Welten und der ersten animierten Trek-Serie seit beinahe fünfzig Jahren. Im zweiten Teil des Serienüberblicks widmen wir uns den neuen Reisen des alten Jean-Luc, dem ersten Trek fürs Kinderprogramm … und der geheimnisvollen Sektion 31. Engage!

 

4. Star Trek: Picard

Realserie, 2. Staffel

Worum es geht: Nach dem rasanten Finale der ersten Staffel sieht der ehemalige Sternenflottencaptain Jean-Luc Picard einer ungewissen Zukunft entgegen. Wo soll er sein brandneues Dasein abseits der Flotte verbringen – und mit welchem Sinn soll er es füllen? Gemeinsam mit der Crew der La Sirena kommt er in den unendlichen Weiten des Alls einem Mysterium auf die Spur und begegnet alten Freunden wie Seven of Nine, Guinan und Geordi LaForge wieder.

Wer dahinter steckt: Ein funktionierendes System soll man nicht verändern, so die alte Weisheit. Entsprechend bemerkenswert ist, wie sehr sich „Picard“ seit Staffel 1 verändert hat. Showrunner Michael Chabon hat das Steuer der Serie an Terry Matalas (McGuyver, 12 Monkeys) übergeben, um fortan an Serienadaptionen seiner Romane zu arbeiten. Er will aber weiterhin Drehbücher beisteuern und Handlungsfäden mitentwickeln.

Matalas baute daraufhin den Writer’s Room der Serie um, zu den Neuzugängen in Staffel 2 zählt u.a. der bekannte Podcaster und SF-Autor Marc Bernardin. Der für den Sommer 2020 geplante Drehstart musste aufgrund der Covid-19-Krise ohnehin erst einmal verschoben werden, die Arbeiten an den zehn neuen Drehbüchern werden allerdings fortgesetzt.

Was man schon weiß: Die Zahlen stimmen. Rein rechnerisch hat CBS All Access an Zugpferd „Picard“ nichts auszusetzen, und auch das Presseecho blieb überwiegend positiv. Entsprechend gelassen kann der Streamingdienst der (intern schon lange vor der Premiere bewilligten) zweiten Staffel entgegensehen. Neben Patrick Stewart und dem restlichen Stammensemble des Vorgängerjahres werden auch Jeri Ryan (Seven of Nine) sowie Whoopi Goldberg (Guinan) und LeVar Burton (Geordi LaForge) für Gastauftritte erwartet.

Wo wir es sehen können: Die erste, zehn Episoden lange Staffel „Picard“ war für das deutsche Amazon Prime ein schöner Erfolg; entsprechend wahrscheinlich wird die Serie ihr hiesiges Zuhause auch nicht so bald wechseln. Eine Ausstrahlung ist für 2021 zu erwarten. In den USA bleibt „Picard“ bei CBS All Access beheimatet, der durch die Produktion einen gehörigen Zustrom an Abonnenten genießt.

Star Trek Picard | Offizieller Teaser Staffel 1

5. Star Trek Prodigy

Trickfilmserie, neue Produktion

Worum es geht: Eine Bande gesetzloser Teenager stößt auf ein abgestürztes und aufgegebenes Schiff der Sternenflotte. Als sie mit ihm in die Weiten des Alls aufbrechen, verändern sie nicht nur ihr eigenes Leben zum Guten.

Was man schon weiß: Als Alex Kurtzmans Produktionsfirma Secret Hideout im Jahr 2018 verkündete, die Marke Star Trek für mehr Zuschauergruppen denn je zuvor öffnen zu wollen, machte sie keine Scherze. In Form von „Star Trek Prodigy“ (der Titel ist offiziell unbestätigt, wurde aber u.a. bereits vom Wall Street Journal kolportiert) kommt nun sogar die erste explizit für Kinder ersonnene Serie in der Franchisegeschichte auf die Bildschirme. Sie stellt zudem die dritte reine Trickfilmserie für „Star Trek“ dar.

Wer dahinter steckt: Die Ausarbeitung des Konzepts „Star Trek, aber für Kinder“ legte Secret Hideout in die Hände der erfahrenen Kinderprogramm-Autoren Kevin und Dan Hageman (Ninjago, Trollhunters), als Showrunner fungiert Ramsey Naito. Produziert wird „Prodigy“ u.a. von Secret Hideout und Roddenberry Entertainment. Als kreativer Berater und Experte für Kanonfragen steht der Serie der SF- und Star-Trek-Erfolgsautor David Mack zur Seite, der sich im Gespräch mit Tor-Online.de schon als „Sherpa“ der Produzenten bezeichnete.

Wo wir es sehen können: Die Serie wurde für den US-Sender Nickelodeon entwickelt. Details über eine Ausstrahlung jenseits der USA sind bislang nicht bekannt. In Gebieten, die ebenfalls einen Nickelodeon-Ableger haben, dürfte „Prodigy“ aber vermutlich auf diesem ausgewertet werden.

Phillipa Georgiou

© CBS All Access

6. (Offiziell noch namenlose) Sektion-31-Serie

Realserie, neue Produktion

Worum es geht: Die Sektion 31 ist ein ebenso umstrittener wie unbekannter Zweig des Sternenflottengeheimdienstes, dessen Agenten im Grau agieren. Wann immer Moral und Anstand nicht ausreichen, um Unheil zu verhindern (oder zu sühnen), fühlt 31 sich berufen, der hehren Föderation den Allerwertesten zu retten. In der aus dem moralisch verdorbenen Spiegeluniversum stammenden Imperatorin Philippa Georgiou hat Sektion 31 allerdings ihre Meisterin gefunden …

Was man schon weiß: Im Grunde war es seit Jahren klar: Die Produzenten von „Star Trek: Discovery“ konnten sich an Michelle Yeohs Spiel als Georgiou kaum sattsehen und sprachen bereits 2018 vollmundig darüber, ihr eine eigene Serie auf den Leib zu schreiben. Dies ist das Ergebnis.

Erstmals erwähnt wurde das Konzept einer geheimen Abteilung der Sternenflotte übrigens schon in den 1990er Jahren in der Serie „Deep Space Nine“. Nachfolgende Produktionen wie „Star Trek: Discovery“, aber (in Andeutungen) auch der Kinofilm „Star Trek Into Darkness“ nahmen diese dem Kernideal Star Treks im Grunde zutiefst widersprechende Idee auf – ebenso wie zahlreiche Romane und Comics zum Franchise.

Wer dahinter steckt: Die Grundidee zu einer eigenen Section 31-Serie entstand bei den Dreharbeiten zu „Star Trek: Discovery“. Entsprechend verwundert es nicht, dass – neben Georgiou-Darstellerin Michelle Yeoh – die dortigen Produzenten auch für dieses Trek-Abenteuer verantwortlich zeichnen. Einzig mit der genauen Ausrichtung der Serie taten sich Alex Kurtzman und seine Mitstreiter lange schwer, sickerten doch äußerst selten konkrete Informationen zu ihrem Inhalt durch. Vielleicht, weil es kaum Informationen gibt? Fest steht: Mit der Utopie des ST-Schöpfers Gene Roddenberry dürfte eine Serie über den weiblichen „Jack Bauer des Weltalls“ weniger zu tun haben als Mr Spocks Augenbrauen mit geraden Linien …

Wo wir es sehen können: Entwickelt wird die Realserie für CBS All Access in den USA. Die weltweite Vermarktung steht noch nicht fest, dürfte aber ebenfalls auf erfolgreichen Streamingdiensten erfolgen.

 

 

Wie steht ihr zu den neuen Trek-Formaten? Diskutiert mit uns in der Kommentarspalte.

 

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