Star Trek: Lower Decks

© CBS All Access

FILM

Neues aus dem Star-Trek-Universum (IV): Kommende Star Treks, auf die wir uns freuen


Welche neuen Star-Trek-Formate erwarten uns in den kommenden Monaten – und was wissen wir bereits über sie? Christian Humberg berichtet als Treksperte über die jüngsten und zukünftigen Reisen der weltberühmten USS Enterprise und ihrer Freunde.


Willkommen an Bord! Der Weltraum ist unendlich – und der Bedarf an televisionärem Star Trek offenbar auch. Wie sonst sollte man sich erklären, dass Hollywood derzeit zahlreiche unterschiedliche Trek-Formate fürs Pantoffelkino vorbereitet. In dieser Kolumne unterziehen wir die Zukunft des wohl berühmtesten Franchises der Welt einer genauen Analyse.

Seit Produzent Alex Kurtzman mit seiner Firma Secret Hideout die Geschicke des ST-Universums lenkt, folgt Serie auf Serie. Für die nächsten Monate sind sogar gleich mehrere Neustarts und Wiederkehrer angekündigt, die – parallel zur Streaming-Auswertung in den USA – auch den Weg über den großen Teich finden und unsere Mattscheiben zieren werden. Anders gesagt: Star Trek lebt – vielleicht mehr denn je. Grund genug für einen Überblick und eine kritische Einschätzung der „Lage der Föderation“. Energie!

 

1. Star Trek: Discovery

Realserie, 3. Staffel

Worum es geht: Nach dem Zeitsprung am Staffelende findet sich die Besatzung der USS Discovery nun im 32. Jahrhundert wieder, neunhundert Jahre in der Zukunft – und sie wird prompt getrennt. Auf der Suche nach ihrem Schiff stößt Michael Burnham auf neue Verbündete und auf das tragische Schicksal der Vereinigten Föderation der Planeten. Gemeinsam mit Saru, Stamets und den anderen will sie die alten, vergessenen Ideale in diese neue Zukunft hinüberretten.

Wer dahinter steckt: Die Darsteller der Stammbesetzung um Sonequa Martin-Green stehen auch in Staffel 3 wieder komplett vor der Kamera. Auch Michelle Yeoh ist erneut mit dabei (und dürfte im Anschluss ihre eigene Spinoff-Serie erhalten, mehr dazu später).

Was man schon weiß: Die dritte Staffel wird 13 Episoden umfassen. Autorin Michelle Paradise, die bereits zuvor Drehbücher zur Serie beisteuerte, leitet nun den gesamten Writers‘ Room und unterstützt Produzent Alex Kurtzman bei der Storyentwicklung. Ein Wiedersehen mit beliebten Nebenfiguren früherer Staffeln gilt aufgrund der neuen Erzählzeit als unwahrscheinlich. Ob sich der völlige Bruch mit den ersten beiden Serienjahren aber in besserem Storytelling äußern wird, allerdings auch: „Discovery“ hat sich nie einen Gefallen damit getan, ein Prequel zu allen bisherigen Trek-Serien zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob die Kurskorrektur ins krasse Gegenteil einen spürbaren Unterschied bewirkt.

Wo wir es sehen können: Da die ersten Staffeln in Deutschland (und anderen Außenmärkten) auf Netflix zu sehen waren, ist auch die dritte dort zu erwarten. In den USA bleibt die Serie ein Zugpferd von CBS All Access.

Star Trek Discovery Season 3 Trailer

2. Star Trek: Lower Decks

Trickfilmserie, neue Produktion

Worum es geht: Was passiert eigentlich auf den Schiffen der Sternenflotte, die explizit nicht die großen Abenteuer erleben? „Lower Decks“ erzählt es uns – aus der Sicht der „niederen Besatzungsmitglieder“ der USS Cerritos im Jahr 2380. Neben einzelnen Mitgliedern der Brückenbesatzung stehen vor allem einige Ensigns – die unbekümmerte Beckett, der übereifrige Brad – im Mittelpunkt der betont pointierten Geschichten.

Wer dahinter steckt: Serienschöpfer und Showrunner Mike McMahan macht aus seiner Liebe zu „Star Trek: The Next Generation“ keinen Hehl. Das sieht man auch seiner eigenen Trek-Trickfilmserie „Lower Decks“ an. Der Komik-Experte schrieb schon für „South Park“ und „Rick & Morty“. Diesen Humor soll er für Produzent Alex Kurtzman auch ins Trek-Universum übertragen. Zu den Sprechern der animierten Serie zählen Jerry O’Connell (Sliders, Stand By Me) und Tawny Newsome.

Was man schon weiß: Ob das gut geht? Die erst zweite Trickfilmserie in der langen Star-Trek-Historie hat einiges zu beweisen. Kann man mit Star Trek lachen, ohne über Star Trek zu lachen? McMahan und sein Team sind sich ihrer Sache jedenfalls sicher und ließen sich bei der Arbeit an den Drehbüchern der ersten Staffel auch von erfahrenen Trek-Autoren wie dem SF-Schriftsteller David Mack beraten. Eine zweite Staffel ist zudem bereits bestellt.

Wo wir es sehen können: Die 10 Episoden umfassende Staffel 1 läuft ab 2020 auf dem US-Streamingdienst CBS All Access. International wird „Lower Decks“ anders ausgewertet; für den deutschen Markt gilt eine Ausstrahlung auf Amazon Prime als wahrscheinlich.

Star Trek: Lower Decks by CBS All Access

3. Strange New Worlds

Realserie, neue Produktion

Worum es geht: Die USS Enterprise reiste nicht erst unter Captain James T. Kirk durchs All. Auch Kirks unmittelbarer Amtsvorgänger Christopher Pike erlebte bereits spannende Abenteuer an Bord des berühmten Raumschiffs, unterstützt von seiner Ersten Offizierin „Number One“ und einem jungen Wissenschaftler namens Spock …

Was man schon weiß: Die neuen Reisen der alten Enterprise, sie sollen „klassischer“ werden und den fast schon sprichwörtlichen Sense of Wonder guter Science Fiction transportieren. Die Serie will dabei inhaltlich eine kanonische Lücke schließen, die zwischen „Der Käfig“ (Original-Pilotfilm von 1966) und „Spock unter Verdacht“ (Classic-Episode, die Pikes finales Schicksal erzählt) in Pikes Lebenslauf existiert. Diese wurde in Romanen, Comics und dergleichen natürlich schon mehrfach gut gefüllt. Nach Jeffrey Hunter und Bruce Greenwood ist Mount nun schon der dritte Schauspieler, der den charismatischen Pike verkörpert. Ethan Peck tritt in die Fußstapfen Leonard Nimoys und Zachary Quintos. Rebecca Romijns Figur wurde bislang von Roddenberry-Gattin Majel Barret verkörpert, der gefeierten „First Lady of Star Trek“.

Wer dahinter steckt: Die drei Darsteller aus „Discovery“-Staffel 2 – Anson Mount als Pike, Rebecca Romjin als „Number One“ und Ethan Peck als Mr Spock – kehren in ihre ikonischen Rollen zurück und bilden das Kernensemble dieser brandneuen Produktion. Geschrieben und produziert wird „Strange New Worlds“ vom gewohnten DISCO-Team um Alex Kurtzman und Akiva Goldsman. Eine komplette erste Staffel von ca. 10 Episoden gilt bereits als gesichert, weitere als wahrscheinlich.

Wo wir es sehen können: In den USA wird „Strange New Worlds“ wohl spätestens ab Frühjahr 2022 auf dem Streaminganbieter CBS All Access laufen, die deutsche Erstausstrahlung steht buchstäblich noch in den Sternen.

 

Wie steht ihr zu diesen neuen Trek-Formaten? Diskutiert mit uns in der Kommentarspalte.

Star Trek: Strange New Worlds - Ankündigung

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