Kolumne von Stephen H. Segal: Die Weisheit der Nerds: Das A-Team

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Das A-Team


Improvisation bedeutet Nervenkitzel – das hat schon Han Solo mit seinen Bauchentscheidungen demonstriert. Hannibal Smith bewies dagegen, dass auch einiges für eine langfristige Planung spricht. Man kann dem heiteren Chef des A-Teams jedenfalls nicht vorwerfen, sie vernachlässigt zu haben: In seinen Plänen reihen sich raffinierte Verkleidungen, Autounfälle und Unmengen von Pyrotechnik nahtlos aneinander – und wenn sie dann tatsächlich aufgehen, klingt sein Spruch am Ende gleich doppelt so gut. Wie man richtig plant, zeigten uns Smith und sein Team Woche für Woche in den 80er Jahren – und einmal auch 2010 in einem Kinofilm. Planung bedeutet eben gerade nicht, auf jede Eventualität vorbereitet zu sein – es geht eher darum, auf Unvorhergesehenes angemessen zu reagieren. Okay, „Hannibal“ Smith überquerte zwar nie mit Elefanten und einer Armee die Alpen – so wie sein Namensgeber, der berühmte Feldherr aus Karthago. Aber auch er bewies: Mit dem Risiko steigt nicht nur der Planungsbedarf – auch der Kick ist größer, wenn am Ende alle Rädchen ineinandergreifen.


Dominosteine, Rube-Goldberg-Maschinen, ein Wettkampf in Odyssey of the Mind: So holen sich Geeks vergleichbare Kicks.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

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First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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