Kolumne von Stephen H. Segal: Die Weisheit der Nerds: Han Solo

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Han Solo


Oder anders formuliert: „Lass sie auf keinen Fall sehen, dass du schwitzt.“ Oder so: „Es gibt nichts zu fürchten außer der Furcht.“ Was sagt man wohl am besten, wenn man gerade heimlich an einer imperialen Blockade vorbeimanövriert und Darth Vaders Raumschiff so nahe kommt, dass fast der Lack abscheuert? Han Solo, früher Schmuggler, jetzt Rebellengeneral, nimmt dieses Wagnis mit Humor und einer gewissen Großmäuligkeit, denn er will der Crew ein gutes Beispiel geben. Genau für solche Momente lieben wir Han: Nicht weil ihm Panik fremd wäre, sondern weil er einfach nicht zulässt, dass sie ihn lähmt – irgendwie schlägt er sich immer durch. Der Grat zwischen Optimismus und Dummheit ist allerdings sehr schmal – auf welcher Seite wir uns befinden, zeigt sich meist erst mit der Zeit. Solos Grundhaltung aber – eine lässige Zuversicht angesichts schier unüberwindbarer Hindernisse – wünschen wir uns nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Politiker.


Einige Besserwisser finden, Die Rückkehr der Jedi-Ritter sei schon der Anfang vom Ende der Star-Wars-Saga gewesen. Es gibt aber sogar ein paar Nerds, die noch etwas nerdiger sind als alle anderen – und die behaupten, dass schon ab Das Imperium schlägt zurück alles in die falsche Richtung lief. Man hätte nicht übel Lust, ihnen den Hosenboden zu versohlen.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
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First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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