Kolumne von Stephen H. Segal: Die Weisheit der Nerds: Dr. Sam Beckett

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Dr. Sam Beckett


Im Leben kommt es darauf an, die Dinge in Relation zu sehen. Wie wichtig, ja weltbewegend deine Probleme auch sein mögen – es gibt immer jemanden, der in ähnlich großen Schwierigkeiten steckt. Sam Beckett weiß ein Lied davon zu singen, denn wenn dich etwas dazu bringt, die Welt mit anderen Augen zu sehen, dann ist es buchstäblich genau das: die Welt mit anderen Augen zu sehen. Fünf Staffeln lang befand sich Sam in einer hilflosen Lage: Er war aus seinem eigenen Körper verbannt, reiste per Quantensprung durch die Zeit, schlüpfte vorübergehend in die Körper von Unglückseligen und lebte eine Zeitlang ihr Leben. Meist half er ihnen, eine Katastrophe abzuwenden oder eine schwierige Krise zu überstehen. Es sagt einiges über ihn aus, dass er nicht verzweifelte, wenn ihn ein Zeitsprung mal wieder nicht nach Hause zurückgebracht hatte. Er hielt nur kurz inne, stieß ein kurzes „Oh, Boy“ aus – und begann, die Dinge in Ordnung zu bringen.


Hier eine Portion echt belangloses Geek-Wissen: Der Song-Parodist Allan Sherman war so etwas wie der Weird Al Jankovic der Sechziger. Er schrieb nicht nur (das bekannte) „Hello Muddah, Hello Fadduh“, sondern auch ein kleines Liedchen mit dem Titel „Oh, Boy“. Leider begegneten sich Sherman und Beckett nie im Fernsehen.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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