Kolumne von Stephen H. Segal: Die Weisheit der Nerds: Final Fantasy VII

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Final Fantasy VII


Sephirot. Badass. Supersoldat. Furchterregender, größenwahnsinniger, massenmordender Soziopath ... und Muttersöhnchen. Eine ganze Generation von Geeks wurde von Final Fantasy VII geprägt – was allerdings weniger mit der bahnbrechenden Graphik und dem Gameplay des Spiels zu tun hatte als mit der Geschichte und den Figuren. Spiele mit vielschichtigen Plots und Charakteren waren damals in Japan schon recht lange populär – viele US-Gamer aber lernten erst mit Final Fantasy VII Computerspiele als Kunstform kennen, als wirklich interaktive Erzählkunst, die vor allem von den vielen denkwürdigen Charakteren lebt, die nach und nach immer neue Facetten offenbarten. Natürlich war keiner von uns Nerds – wie Cloud Strife aus dem Spiel – ein Fantasy-Krieger mit riesigem Schwert. Aber wir alle kannten die lähmende Unsicherheit, die sich hinter Clouds stoischer Fassade verbarg. Und kaum einer von uns wollte wirklich die Welt beherrschen, doch jeder wusste, wie schwierig es war, sich Respekt zu verschaffen – ob nun bei Eltern und anderen Autoritätspersonen oder rätselhaften außerirdischen Lebensformen.


Final Fantasy VII erschien 1997, ein ganzes Jahrzehnt nach dem Start der Serie. 2016 geht Final Fantasy in die fünfzehnte Runde.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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