Onomatopoesie und Schweigsamkeit gegenüber Aliens – Durch die Galaxie mit Mark Lawrence

© Nick Williams

NERD TALK

Onomatopoesie und Schweigsamkeit gegenüber Aliens – Durch die Galaxie mit Mark Lawrence


In unserer Interviewreihe »Durch die Galaxie« nehmen uns Autoren mit auf eine Reise durch ihren eigenen Kosmos. Heute hat Mark Lawrence, Autor von Waffenschwestern – Das erste Buch des Ahnen, unser Raumschiff betreten. Wir starten in 3 … 2 … 1 …

 

TOR ONLINE: Wenn du dir einen persönlichen Themensong aussuchen könntest, der jedes Mal gespielt wird, wenn du einen Raum betrittst – welcher wäre das?

Mark Lawrence: 4'33 von John Cage. Ich betrete Räume lieber unbemerkt.

Was ist dein Lieblingsmärchen oder deine liebste Neuerzählung eines Märchens?

Also, ich hab da mal eine wirklich exzellente Neuerzählung von »Die drei Böcke Brausewind« auf mein Blog gestellt ...

Aber die Antwort dürfte Peter Pan lauten, falls das gilt. In dem Buch stecken mehr Ideen, und es gibt eine Fantasywelt, zu der man davonlaufen kann.

Die Menschheit hat endlich Kontakt zu einer weit entfernten außerirdischen Spezies hergestellt. Was sollten wir ihnen als Erstes über uns und die Erde mitteilen?

Ich würde ihnen so wenig wie möglich mitteilen, bis wir einigermaßen genau über ihre Ansichten in Sachen Kolonisation und Eroberung anderer Planeten Bescheid wüssten. Falls es uns gelänge, unsere Koordinaten geheim zu halten, sollten wir ihnen die als Allerletztes geben! Vermutlich könnten wir ihnen gegenüber auch bedauern, was wir unserem Planeten angetan haben, und ihnen versprechen, mit ihrer Welt besser umzugehen.

Wie bist du als Kind oder Jugendlicher zur Fantasy und Science Fiction gekommen?

Meine Mutter hat mir Der Herr der Ringe vorgelesen, als ich sieben war … Damit ging das wohl los. Andererseits hat sie mir schon lange davor Wo die wilden Kerle wohnen von Maurice Sendak vorgelesen … Es war wohl ein langsames und behutsames Heranführen.

Welches ist dein Lieblingsmonster aus Literatur, Film, Fernsehen oder anderen Quellen der Popkultur?

Das Alien aus Alien. Cooler Look, originell in mehrerlei Hinsicht. Schwer zu schlagen.

Hast du ein Lieblingswort?

Onomatopoesie. Ich mag den Klang und das Konzept.

Welche Art der Apokalypse (Zombies, Roboter, Umweltkatastrophe etc.) würdest du mit deinen Überlebensfähigkeiten am besten meistern?

Eigentlich passt von den genannten keine zu meinen nichtvorhandenen Überlebensfähigkeiten und meinem umfassenden Ungeschick. Ich stehe total auf Zombiefilme, aber erleben möchte ich so etwas definitiv nicht. Ich wähle Roboter, denn die böten wohl die Chance auf einen schnellen und relativ schmerzlosen Tod! Wie ihr sehen könnt, bin ich in Sachen Apokalypse kein Optimist.

Welche Science-Fiction-Technologie aus Literatur oder Film sollte es deiner Meinung nach auch in der echten Welt geben?

Hmmm. Die Auswahl an guten ist wirklich groß. In Anbetracht meiner Neigung zur Hypochondrie würde die langweilige, aber ehrliche Antwort wohl lauten: ein Allheilmittel gegen Krankheit, Verletzung und Alter. Spaßiger wären aber Holodecks wie in Star Trek, benutzerfreundliche Überlichtraumschiffe und Teleportation.

 

Vielen Dank!

 

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Deutsch von Frank Böhmert

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