Kolumne von Stephen H. Segal: Die Weisheit der Nerds: Saturday Night Live

© Mario Zucca

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Saturday Night Live


Alle, deren Interessen abseits des Mainstream liegen – und wenn du dieses Buch liest, gehörst du sehr wahrscheinlich dazu –, sind sich einig: Wer ständig amerikanische Massenmedien konsumiert, steht quasi unter Hypnose. Warum sonst würde er stumpf wiederholen, wie sehr ihm der vorhersehbare, flache Mist gefällt, der im 21. Jahrhundert offenbar als Unterhaltung durchgeht. Wir Geeks sehnen uns nach etwas Besserem, Klügerem, etwas, das neue Muskelpartien in Hirn und Herz beansprucht – während unsere Nachbarn ständig nur das wiederkäuen, was gerade Primetime im Fernsehen läuft. „Die wirklich echten Superstar-Voice-of-was-auch-immer-Spitzenköche sind wahnsinnig cool. Viel cooler als das, was letzten Monat cool war!“ Ja, sie werden sich das immer wieder anschauen, schon weil der Mainstream nun mal alles ablehnt, was nicht konventionell ist. Der Geek jedoch verabscheut die Konformität. Deshalb rufen wir jetzt aus vollem Herzen: Nein, wir finden euren Scheiß nicht toll! Nein, wir werden ihn nicht ständig anschauen! Und das ist gut so!

 

Obiges Zitat ist weiter rege in Umlauf. Was aber kaum jemand weiß: Das „es“ aus Satz eins bezieht sich auf eine Performance des Hypnosekünstlers „The Amazing Alexander“ alias Jon Lovitz (1986).


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

Share:   Facebook