Fünf Fantasy-Bücher, die im Wald spielen

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BUCH

Fünf Fantasy-Bücher, die im Wald spielen


Rotkäppchen lässt sich durch den Wolf vom Weg abbringen, Hänsel und Gretel verirren sich und Schneewittchen wird ausgesetzt. Wenn der Wald im Märchen eine Rolle spielt, passiert meist etwas Schreckliches. Diese Tradition des Bösen spiegelt sich auch in der Fantasy-Literatur wider. Fünf Fantasy-Bücher, die im Wald spielen.

Das dunkle Herz des Waldes von Naomi Novik

Gleich das Cover zeigt im ersten Beispiel den Gegensatz zwischen Gut und Böse. Das Mädchen auf dem Umschlag von Das dunkle Herz des Waldes trägt ein weißes Kleid, die hohen Bäume dahinter versprechen einen dunklen schwarzen Wald. Da es sich um einen Roman von Naomi Novik handelt, ist das Mädchen doch nicht ganz so unschuldig, wie ihr Kleid vermuten lässt.

Auch der Drache, ein Mann namens Sarkan, ist nicht so böse wie anfangs gedacht. Er und Agnieszka kommen sich im Laufe der Handlung näher. Gemeinsam müssen sie in diesem Stoff, der auf Motiven aus der slawischen Mythologie basiert, gegen den dunklen Wald bestehen.

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Wildwood-Chroniken von Colin Meloy

Bleiben wir noch bei Jugendbüchern. Colin Meloy kannten viele Menschen eher als Songschreiber und Sänger der Band The Decemberists. Doch vor wenigen Jahren entdeckte er das Romanschreiben. Ziemlich erfolgreich – inzwischen sind bereits drei Wildwood-Bücher erschienen. Illustriert werden sie von Meloys Frau, Carson Ellis.

Die Geschichte beginnt mit der Entführung des elfjährigen Mac durch einen Schwarm Krähen. Seine Schwester Prue will ihn befreien, muss dazu jedoch ein Waldgebiet betreten, das als die „Undurchdringliche Wildnis“ bekannt ist. Gemeinsam mit ihrem Mitschüler Curtis macht sich Prue dennoch in den Wald auf. Dort begegnen die beiden unter anderem Hexen, sprechenden Tieren und Räubern. Typische Waldbewohner eben.

Sternwanderer von Neil Gaiman

In Sternwanderer von Neil Gaiman spielt der Wald eine nicht ganz so tragende Rolle. Er ist jedoch Teil der Grenze zwischen dem Feenland und der „realen Welt“. Die Mauer, die die Grenze genau markiert, führt sogar durch den Wald. Als der Held der Geschichte, Tristran, auf der Suche nach einem niedergegangenen Stern ins Feenland reist, muss er aber auch den Wald durchqueren.

Dort macht er unterschiedliche Erfahrungen. Zum einen trifft der junge Mann auf einen hilfreichen Waldgnom, zum anderen trifft er im weiteren Handlungsverlauf auf den Prinzen Primus. Kurz darauf geraten die beiden in einen Kampf mit bösen Hexen. Solche Wesen dürfen in dem Fantasy-Buch nicht fehlen. Denn auch Sternwanderer ist von Mythen und Sagen inspiriert, etwa von Tristan und Isolde.

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Der wandernde Wald von Wolfgang Hohlbein

Der deutsche Altmeister Wolfgang Hohlbein begann eine ganze Saga mit einem Wald. Dabei stoßen die beiden Protagonisten in Band 1 von Enwor an einem unerwarteten Ort auf Bäume. Auf der Flucht vor den echsenartigen Quorrl sind die Satai Skar und Del eigentlich in der Wüste unterwegs, als sie in den Wald geraten. Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um einen wandernden Wald.

Dieser birgt so manches Geheimnis. Unter anderem, dass das im Wald lebende Volk nur scheinbar auf der Flucht vor den Kriegen in Enwor ist. Der wandernde Wald bietet einen guten Einstieg in die Saga. 1983 erschien das Buch und damit in der Zeit, in der Arnold Schwarzenegger Conan verkörperte. Motive aus dem Klassiker von Robert E. Howard finden sich auch im Werk von Hohlbein.

Die Klinge des Schicksals von Markus Heitz

Die Idee eines sich ausbreitenden Walds hat auch Markus Heitz aufgegriffen. In Die Klinge des Schicksals handelt es sich bei dem Wald um einen Organismus mit mächtigen magischen Fähigkeiten, der in verschiedenen Figuren verkörpert wird.

Die Heldin Danèstra, deren Beiname Klinge des Schicksals ist, und ihre Mitstreiter müssen die Motive des wilden Waldes herausfinden, um ihre Welt vor ihm zu retten. Denn Waffengewalt und magische Angriffe wehrt die Wildnis ab.

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