„Alles cremig, sehr beschäftigt“: Iggy Wolfmorf im Interview

INTERVIEW

"Alles cremig, sehr beschäftigt": Iggy Wolfmorf im Interview


Einen Baumschulenabschluss hat er nicht, legendär ist er trotzdem: Vor Kurzem ist "Rocking the Forest", der biographische Roman über den berühmten Forest-Doom-Musiker Iggy Wolfmorf, erschienen. Wir vom Müützel Music Magnet haben den kauzigen Star für das Interview in seinem Baumhaus an der Torffarnschneise besucht. Als wir ankommen, treffen wir ihn zunächst bei seinem Mittagsschläfchen an. Es ist kurz vor sieben Uhr abends.

 

Müützel Music Magnet: Hallo Iggy. Vielen Dank, dass Sie uns für dieses Interview zur Verfügung stehen. Wie geht es Ihnen?

Iggy Wolfmorf: Danke, alles cremig. Ich bin sehr beschäftigt.

Verstehe. Woran arbeiten Sie gerade, wenn ich fragen darf?

Iggy: Dürfen Sie nicht. Aber es wird super, das kann ich Ihnen versprechen.

Da sind wir ja mal gespannt. Soeben ist „Rocking the Forest“, ein biographischer Roman über Ihren kommenden Auftritt beim Forest-Doom-Wettbewerb „Rocking the Forest“, erschienen. Wie kam es zu dem Buch? Und wie kam es zur Kooperation mit dem Autor, Cornelius Zimmermann?

Iggy: Ganz einfach: Ich wollte mir das Elend einfach nicht mehr länger ansehen.

Wie meinen Sie das?

Iggy: Ich bin ja im Grunde meines Herzens gutmütig. ... Na, das ist ja mal ein Hustenanfall. Glas Wasser? Nein? Also, ich verfolge ja das literarische Schaffen von Cornelius Zimmermann schon eine ganze Weile. Und was da bisher so rauskam, das würde ich mir ja nicht mal an meine Baumhauswände kleben, geschweige denn lesen: „100 Wege, so was Ähnliches wie Walter Moers zu schreiben“ in 2 Bänden. „Elementary, dear Frodo – Tolkieneske Krimi-Kurzgeschichten“. „Die 3 besten Rezepte für Labskaus, Schwarzwälder Art“. Ich bitte Sie. Kurz gesagt: Ich glaube, es war einfach Mitleid. Selbst Autoren wie Cornelius Zimmermann haben immer nochmal eine Chance verdient. Und deswegen habe ich mir so gedacht: Soll er mich doch auf literarische Art für die Teilnahme an „Rocking the Forest“ ankündigen. Nimmt ja auch wenig dafür, der Gute. Einen selbstkomponierten Song und ein Butterbrot, wenn Sie verstehen, was ich meine.

Sehr schöne Geste von Ihnen, Iggy. Das Buch liegt jetzt druckfrisch vor, erschienen bei FISCHER Tor. Wie gefällt es Ihnen?

Iggy: Ganz ehrlich, ich hab’s noch nicht gelesen. Liegt hier noch irgendwo rum. Aber mein Nachbar, Bodo das Eichhörnchen, hat’s gelesen, und er fand’s super. Hat mich überrascht, vielleicht lese ich’s ja doch noch.

Cornelius Zimmermann, Sie sind nun die ganze Zeit über schweigend danebengesessen und haben sich das alles angehört. Was sagen Sie dazu, und warum sind Sie überhaupt hier?

Cornelius Zimmermann: Na, ich weiß ja sonst nicht, wo ich bleiben soll.

Fair enough. Aber teilen Sie Iggys Auffassung über Ihr literarisches Schaffen?

Cornelius: Natürlich nicht. „Rocking the Forest“ ist selbstredend ein absolutes, singuläres Meisterwerk, ohnehin ist mein Werk insgesamt über jede Kritik erhaben. Was man von dieser Testbild-Geräuschkulisse, die Iggy jeden Tag mit seinen Jungs ohne Baumschulenabschluss da täglich produziert, wahrlich nicht behaupten kann.

Iggy: Was soll das denn bitte heißen, du...?

Cornelius: Das weißt du ganz genau – he, fass mich nicht an!

Iggy Wolfmorf, Cornelius Zimmermann, ich bedanke mich für das Gespräch.

Iggy W: Lass die Finger von der Gitana, Schreiberling, oder ich werde dich ... Aua!!!

Das Gespräch führte Ariana F. Schnarz, Müützel Music Magnet, für die beliebte Kategorie „Stage-Diven und Stage-Diving“.

 

© 2018 by Cornelius Zimmermann. Mit freundlicher Genehmigung des Autors. Alle Rechte vorbehalten

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