Kolumne: "Die Weisheit der Nerds" von Stephen H. Segal

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Clerks


„Der Job wär’ eh besser ohne die beschissenen Kunden.“

Randal Graves, Clerks

 

 

Wir Nerds und Geeks werden als Kinder oft gehänselt, weil wir so verdammt schlau sind. Dem Vorwurf anders zu sein begegnen wir deshalb mit der Überzeugung, dass die meisten Zeitgenossen einfach dümmer sind als wir. Wir verspotten all jene, die sich scheinbar mühelos an die Gesellschaft anpassen, und wir unterstellen ihnen, langweilig zu sein. (Dabei beneiden wir sie aber insgeheim dafür, so gut mit anderen Menschen auszukommen.) Das Problem an der Sache: Das alles stimmt überhaupt nicht. Auch die Nichtnerds fühlen sich oft als Außenseiter; sie verbergen es nur besser und versuchen, ihre Unsicherheit zu überspielen. Du kannst also ganz beruhigt sein, Randal – deine Kunden kommen dir nur deshalb so unglaublich doof vor, weil du dich viel zu lange über deine Klugheit definiert hast. Lass mal einfach deine letzten vier Dummheiten Revue passieren – und dann sei nett zu der Dame, die Probleme dabei hat, eine Packungsaufschrift korrekt zu entziffern.


Kevin Smith, der bei Clerks das Drehbuch schrieb und Regie führte, war womöglich der erste Autor, der ein Science-Fiction-Werk in den Rang einer Bibel erhob: In Chasing Amy (1997) bezeichnet er Star Wars als „heilige Trilogie“.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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