Die Gewinner des Hugo Awards 1969

KOLUMNE

Die Hugo Awards 1969: Das waren die Gewinner


Diese Hugo-Verleihung fand auf dem St. Louiscon in St. Louis statt.

Toastmaster: Harlan Ellison

Novel

John Brunner: Stand on Zanzibar

(Buchausgabe bei Doubleday; dt. Morgenwelt, H 3750 und H 8004) 

Hugo Award 1969
Hugo Award 1969
Hugo Award 1969

John Brunner (1934–1995) gehörte seit Mitte der fünfziger Jahre zu den produktivsten Autoren seichter Space Operas. Mitte der sechziger Jahre erkannte er jedoch das Potenzial der Science Fiction als sozial engagierte Literatur und schrieb mit Stand on Zanzibar den wichtigsten dystopischen Roman zum Thema Überbevölkerung.

Der Romans spielt im frühen 21. Jahrhundert, und anders als in vielen anderen Nahzukunftsromanen der sechziger Jahre haben die Protagonisten nicht nur mit einem, sondern mit einer ganzen Reihe von Problemen zu kämpfen, die überwiegend daraus resultieren, dass es auf der Erde zu viele Menschen gibt. So müssen sich viel zu viele Leute zu kleine Wohnungen teilen, kinderlose Ehepaare kaufen ihren Nachwuchs von Schwarzhändlern, und so mancher Amokläufer schießt wild um sich. Die Raumfahrt wurde wegen zu hoher Kosten eingestellt, stattdessen hat man in die Weiterentwicklung der Kommunikationssysteme investiert, um das Bedürfnis nach Reisen einzuschränken. Wer es sich leisten kann, kann mittels eines Gerätes überall dort dabei sein, wo etwas los ist, konsumiert Werbung und drittklassige Produkte aus der Retorte. Die Handlungsstränge nachzuerzählen ist aufgrund der Vielzahl der Figuren und Themen unmöglich. Die zweiundvierzig Hauptkapitel des Romans, der stilistisch an John Dos Passos orientiert ist, werden durch Werbeeinblendungen, Zitate aus Zeitungen und Momentaufnahmen unterbrochen. Was auf den ersten Blick fast ohne Zusammenhang scheint, wächst zu einem Mosaikbild der Menschheit des 21. Jahrhunderts zusammen.

John Brunner bezeichnete Stand on Zanzibar selbst als »Nicht-Roman«. Ein nicht einfach zu lesendes, jedoch lohnenswertes Buch.

Weitere Nominierungen:

Alexei Panshin: Rite of Passage

2. Platz – (Buchausgabe bei Ace; dt. Welt zwischen den Sternen, B 22024)

Samuel R. Delany: Nova

(Buchausgabe bei Doubleday; dt. Nova, B 22058 und HSFB 87)

R. A. Lafferty: Past Master

(Buchausgabe bei Ace; dt. Astrobe, der goldene Planet, Kn 5737)

Clifford D. Simak: The Goblin Reservation

(2 Teile, April und Juni 1968 in GALAXY; dt. Die Kolonie der Kobolde, H 3161)

Novella

Robert Silverberg: »Nightwings«

(September 1968 in GALAXY; dt. Teil von Schwingen der Nacht, H 3929)

Die Erde wird von einer außerirdischen Invasion bedroht. Im dritten Zeitalter der Menschheit ist die Gesellschaft in Gilden aufgeteilt: Es gibt Herrscher, Verteidiger, Wächter, Historiker, Schreiber, Karteibeamte, Ärzte, Kaufleute, Hausierer, Mutanten und viele mehr. Der Erzähler ist ein alter Wächter, und seine Aufgabe besteht darin, mehrmals täglich in den Weltraum hinauszulauschen, um in Erfahrung zu bringen, ob eine Invasionsflotte im Anflug auf die Erde ist. Dabei spielt sein Standort keine Rolle, und so wandert er gemeinsam mit dem Schmetterlingswesen Avluela und dem Mutanten Gormon in die alte Stadt Roum. Der Herrscher von Roum nimmt Avluela zur Geliebten, worüber der Wächter und der Mutant höchst verärgert sind, denn beide wollten Avluela für sich beanspruchen.

Während dieser Zeit findet die Invasion der Außerirdischen tatsächlich statt. Innerhalb einer Nacht übernehmen sie auf friedliche Weise die Erde, doch das scheint niemandem wirklich nahe zu gehen.

Robert Silverberg (*1935) entwirft eine Welt der fernen Zukunft. Das erste Zeitalter der Menschheit war die Entstehung der Kultur bis hin zur ersten Besiedelung anderer Planeten. Im zweiten Zeitalter gelangte die Kultur der Menschheit zur Blüte und zur Dekadenz. Die Menschen waren das fortschrittlichste Volk in der Galaxis, aber auch das arroganteste und rücksichtsloseste. Man legte sogar kosmische Zoos an, in denen andere Wesen zur Schau gestellt wurden. Doch eine dieser missachteten Spezies schwor Rache an der Menschheit. Im dritten Zeitalter, in dem »Nightwings« spielt, sind viele technische und kulturelle Errungenschaften in Vergessenheit geraten, die Menschheit ist schwach und angreifbar geworden.

Das Besondere dieser Novelle besteht in der dekadenten, melancholischen Stimmung, die den gesamten Text durchzieht. Selbst die pathetischen Dialoge fügen sich in die Handlung der Geschichte, die sich mehr um Liebe und Verrat als um die außerirdische Invasionen dreht.

Silverberg schrieb kurze Zeit später noch zwei weitere Novellen, die schließlich 1969 zu dem Roman Nightwings zusammengefasst wurden.

Weitere Nominierungen:

Anne McCaffrey: »Dragonrider«

2. Platz – (Dezember 1967 und Januar 1968 in ANALOG; dt. enthalten in McCaffrey: Die Welt der Drachen, H 3291 und weitere)

Samuel R. Delany: »Lines of Power«

(Mai 1968 in F&SF; nicht auf Deutsch)

Dean McLaughlin: »Hawk Among the Sparrows«

(Juli 1968 in ANALOG; nicht auf Deutsch)

Novelette

Poul Anderson: »The Sharing of Flesh«

(Dezember 1968 in GALAXY; nicht auf Deutsch)

In dieser Erzählung geht es um eine Kultur auf einem fremden Planeten, bei der Kannibalismus kein Tabu ist. Die Erklärung für die Ursachen des Kannibalismus ist äußerst faszinierend.

Der Planet Lokon ist vor langer Zeit kolonisiert worden, hat jedoch den Kontakt zur Erde verloren. Die Kolonisten fielen auf eine primitive Kulturstufe zurück, und gleichzeitig fand eine Mutation statt. Dem Körper von Kindern, die in die Pubertät kommen, fehlt ein bestimmtes Hormon, um die Geschlechtsreife zu erlangen. Es bedarf einer Art Initialzündung, indem das Kind menschliches Fleisch eines Erwachsenen zu sich nimmt. Die einmalige Zufuhr genügt, um die Produktion des Hormons im kindlichen Körper einzuleiten. Der Protagonist der Erzählung begeht einen kaltblütigen Mord, um für seine beiden Söhne das notwendige Fleisch zu beschaffen.

Poul Anderson (1926–2001) benutzt sein Thema, um unterschiedliche ethische Maßstäbe vorzustellen, und sorgte damit für einige Diskussionen. Leider nicht unter der deutschen Leserschaft, denn die Geschichte wurde bisher nicht übersetzt.

Weitere Nominierungen:

Brian W. Aldiss: »Total Environment«

2. Platz – (Februar 1968 in GALAXY; dt. »Totale Umwelt« in Spiegl [Hrsg.]: Science Fiction Stories 54, UTB 3187)

Piers Anthony: »Getting Through University«

3. Platz – (August 1968 in IF; nicht auf Deutsch)

Richard Wilson: »Mother to the World«

(1968 in Knight [Hrsg.]: Orbit 3, G. P. Putnam’s; dt. »Mutter der Welt« in Oth [Hrsg.]: Gemini – Zukunftsgeschichten über die Liebe, SL 477)

Short Story

Harlan Ellison: »The Beast that Shouted Love at the Heart of the World«

(Juni 1968 in GALAXY; dt. »Die Bestie, die im Herzen der Welt ihre Liebe hinausschrie« in Ellison: Ich muss schreien und habe keinen Mund, H 53315)

Ellison sagte selbst, dass diese Geschichte ein Experiment gewesen sei. Und für experimentelle Geschichten war das Publikum Ende der sechziger Jahre sehr empfänglich, selbst dann, wenn der Text weitgehend unverständlich war. Mehrere scheinbar nicht zusammenzuhängende Ereignisse drehen sich im Kreis. Kritiker haben zwar allerlei Deutungsversuche unternommen, wurden sich jedoch über die Geschichte nicht einig.

Weitere Nominierungen:

Larry Niven: »All the Myriad Ways«

2. Platz – (Oktober 1968 in GALAXY; dt. »Selbstmord en gros« in Ernsting/Schlück [Hrsg.]: Galaxy 14, H 3175)

Terry Carr: »The Dance of the Changer and the Three«

3. Platz – (1968 in Elder [Hrsg.]: The Farthest Reaches, Trident; dt. »Der Tanz des Verwandelten und der Drei« in Spiegl [Hrsg.]: Science Fiction Stories 54, UTB 3187; »Der Tanz der Mutanten« in Gunn [Hrsg.]: Von Lem bis Varley, HSFB 98)

Betsy Curtis: »The Steiger Effect«

(Oktober 1968 in ANALOG; nicht auf Deutsch)

Damon Knight: »Masks«

(Juli 1968 in PLAYBOY; dt. »Masken« in Spiegl [Hrsg.]: Science Fiction Stories 51, UTB 3159 und in Gunn [Hrsg.]: Von Ellison bis Haldeman, HSFB 96)

Dramatic Presentation

2001: Space Odyssey

(Paramount; Drehbuch Arthur C. Clarke & Stanley Kubrick; Regie Stanley Kubrick; dt. 2001 – Odyssee im Weltraum)

Der 1968 produzierte Film von Stanley Kubrick basiert lose auf der bereits 1951 entstandenen Kurzgeschichte »The Sentinel« (dt. »Der kosmische Wächter« bzw. »Der Wächter«) von Arthur C. Clarke. Doch das ist kaum der Grund für den nachhaltigen Erfolg des Films, denn in Clarkes Geschichte ist nur die Grundidee enthalten. Kubrick holte Clarke hinzu, um mit ihm gemeinsam eine ausführlichere Handlung auszuarbeiten.

Bereits in prähistorischer Zeit erreicht ein außerirdisches Artefakt die Erde, ein schwarzer Monolith, der allem Anschein nach Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit nimmt. Illustriert wird das durch die inzwischen ikonografische Anfangsszene des Films, in der ein Affenmensch einen großem Knochen gen Himmel schleudert.

Im Jahr 2001 findet eine Mondexpedition einen weiteren großen, schwarzen Monolithen, dessen Herkunft man sich nicht erklären kann. Dieser sendet offenbar ein Signal zu den Monden des Jupiter, woraufhin Monate später das Raumschiff Discovery ausgesandt wird, um herauszufinden, wer der Empfänger der Signale ist. Doch die Expedition scheitert beinahe, als der seiner selbst bewusste und neurotische Computer HAL 9000 einen Nervenzusammenbruch erleidet und, bis auf einen, alle Astronauten tötet. Der letzte Überlebende erreicht zwar die Jupitermonde und eine Art Sternentor, erlebt dann jedoch einen psychedelischen Trip und wird schließlich als eine Art kosmisches Baby neu erschaffen.

Dieser esoterische Schluss verwirrt die Zuschauer seit Jahrzehnten. Von Filmkritikern wird er zumeist als transzendentale Evolution gedeutet. In einem Interview äußerte Kubrick einmal, dass er selbst nicht so genau wisse, was der Schluss des Films bedeutet und sich jeder Zuschauer selbst seinen Teil denken soll.

Die interessanteste Figur des Films ist der Computer HAL 9000; bemerkenswert sind seine Dialoge mit dem überlebenden Astronauten.HAL hat einen so großen Eindruck hinterlassen, dass er bis heute als popkulturelle Referenz in Filmen und anderen Medien auftaucht, angefangen bei Werbespots von Apple bis hin zu Comics von Ralf König.

Herausragend wird der Film durch die technischen Mittel, die Kubrick einsetzt. Die Raumschiffe sind keine überlichtschnellen Geschosse, die mit lautem Getöse durch den Weltraum donnern, sondern realistisch anmutende Raumfahrzeuge, die, untermalt von klassischer Musik, elegant durch die Stille des Weltraums ziehen. Die Spezialeffekte sind von einer Perfektion, wie man sie zuvor nie gesehen hat, und das 70-mm-Verfahren, in dem der Film produziert wurde, tut sein Übriges, um die Zuschauer zu beeindrucken. Bei der Neuaufführung im Jahr 2001 wurden nur 35-mm-Kopien gezeigt, sodass die Zuschauer nicht die gleiche optische Brillanz genießen konnten wie das Kinopublikum im Jahr 1968.

Weitere Nominierungen:

Charly

(ABC Pictures/Selmer; Drehbuch Stirling Silliphant; Regie Ralph Nelson; basiert auf der Kurzgeschichte und dem Roman Flowers for Algernon von Daniel Keyes; dt. Charly)

THE PRISONER: »Fall Out«

(TV-Serie The Prisoner; Everyman/ITC; Regie und Drehbuch Patrick McGoohan; dt. NUMMER 6: »Demaskierung«)

Rosemary’s Baby

(Paramount; Drehbuch und Regie Roman Polanski; basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ira Levin; dt. Rosemaries Baby)

Yellow Submarine

(Apple/Hearst/King Features; Drehbuch Al Brodax, Jack Mendelsohn, Lee Minoff & Erich Segal; Regie George Dunning; dt. Yellow Submarine)

Professional Magazine

Hugo Award 1969
Hugo Award 1969
Hugo Award 1969

THE MAGAZINE OF FANTASY AND SCIENCE FICTION (Edward L. Ferman)

F&SF konnte ein weiteres Mal die Fans überzeugen. 1968 wurde es im dritten Jahr von Edward L. Ferman betreut. Obwohl aus heutiger Sicht keine wirklichen Klassiker erschienen, war der Inhalt durchaus vorzeigbar: Samuel R. Delanys Novella »Lines of Power« (Mai 1968), Robert Sheckleys »The People Trap« (Juni 1968; dt. »Die Menschenfalle«), Keith Laumers »Once There Was a Giant« (November 1968; dt. »Es war einmal ein Riese« bzw. »Planet der Riesen«) und Zenna Hendersons PEOPLE-Erzählung »The Indelible Kind« (Dezember 1968). Außerdem erschienen Storys und Texte von Robert Sheckley, Harlan Ellison, Fritz Leiber, Kate Wilhelm, Harry Harrison, Sterling E. Lanier, Larry Niven, Dean R. Koontz, Isaac Asimov, Barry N. Malzberg, Robert Silverberg und vielen mehr.

Weitere Nominierungen:

2. Platz – ANALOG (John W. Campbell, Jr.)
3. Platz – GALAXY (Frederik Pohl)
IF (Frederik Pohl)
NEW WORLDS (Michael Moorcock & James Sallis)

Professional Artist

Jack Gaughan

Der Grafiker Jack Gaughan wurde bereits zum vierten Mal mit dem Hugo ausgezeichnet (siehe 1967 und 1968).

Im Jahr 1968 erschienen mehr als dreißig von Gaughans Titelbildern auf Taschenbüchern und Magazinen (GALAXY, F&SF, WORLDS OF FANTASY).

Von 1969 bis 1972 war er Grafikredakteur bei GALAXY und gestaltete insgesamt 38 Cover für dieses Magazin (von 1957 bis 1975). Außerdem schuf er später 29 Cover für IF, 15 für ANALOG, elf für F&SF, sieben für ISAAC ASIMOV’S SCIENCE FICTION MAGAZINE und zahlreiche weitere. Er war bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1985 aktiv.

Weitere Nominierungen:

2. Platz – Frank Kelly Freas
3. Platz – Leo & Diane Dillon
Vaughn Bodé

Fanzine

SCIENCE FICTION REVIEW (Richard E. Geis)

Der US-amerikanische Herausgeber und Fan Richard E. Geis (1927–2013) wurde ab 1953 durch sein Fanzine PSYCHOTIC bekannt und gab später das semiprofessionelle THE ALIEN CRITIC heraus. Beide Fanzines waren zu unterschiedlichen Zeiten auch unter dem Titel SCIENCE FICTION REVIEW bekannt. Geis’ lebhafte und bodenständige Rezensionen waren sehr einflussreich in der amerikanischen Science-Fiction-Szene. Das spiegelte sich in nicht weniger als 13 Hugos wieder, die er ab 1969 für seine Fanzines bzw. als »Best Fan Writer« erhalten hat. Damit gehört er zu den meistausgezeichneten Personen des Fandoms.

Von den sechziger bis Mitte der achtziger Jahre schrieb er auch eine Reihe von Erzählungen und eine Handvoll Romane, die sich zumeist mit erotischen, teilweise auch pornografischen Themen beschäftigten.

Sein Fanzine SCIENCE FICTION REVIEW startete mit der Ausgabe 28, denn zuvor waren 27 Ausgaben von PSYCHOTIC erschienen. In Nummer 28 waren ein Essay von Philip José Farmer, zwei Essays von Geis sowie 22 Rezensionen enthalten.

Weitere Nominierungen:

2. Platz – RIVERSIDE QUARTERLY (Leland Sapiro)
3. Platz – TRUMPET (Tom Reamy)
SHANGRI L’AFFAIRES (Ken Rudolph)
WARHOON (Richard Bergeron)

Fan Writer

Harry Warner jr.

Harry Warner jr. (1922–2003) war Journalist und SF-Fan sowie Herausgeber zahlreicher Publikationen. Er edierte unter anderem das Fanzine SPACEWAYS sowie das seit 1939 erscheinende HORIZONS. Einer der Schwerpunkte seiner Auseinandersetzung mit der Science Fiction war die Dokumentation der Entwicklung des amerikanischen Fandoms. 1969 erschien das Buch All Our Yesterdays, worin er sich mit Fans, Fandom-Organisationen sowie Fanzines der 40er Jahre beschäftigt.

Weitere Nominierungen:

Richard Delap
Banks Mebane
Walt Willis
Ted White (zurückgezogen)

Fan Artist

Vaughn Bodé

Der Amerikaner Vaughn Bodé (1941–1975) war hauptsächlich Cartoonist, der zahlreiche Fanzines durch seine witzigen Zeichnungen auflockerte. Ab Anfang der siebziger Jahre wurde er so gut, dass er für Satirezeitschriften wie CAVALIER und NATIONAL LAMPOON arbeitete und einer Reihe eigener Comics veröffentlichte. Er schuf auch 14 Cover für SF-Magazine.

Weitere Nominierungen:

2. Platz – George Barr
3. Platz – William Rotsler
Tim Kirk
Doug Lovenstein

Special Committee Award

Neil Armstrong, Edwin Aldrin, and Michael Collins, for »The Best Moon Landing Ever«

Die Mondlandung war ein Ereignis, das die ganze Menschheit bewegte. Doch für Science-Fiction-Leser war das Ereignis nicht nur eine hervorragende technische Leistung, sondern vielmehr eine Bestätigung langgehegte Träume sowie ein Ansporn zu neuen Phantasien. So ist es nicht verwunderlich, dass den Astronauten ein Science-Fiction-Preis verliehen wurde, auch wenn sie nie etwas auf diesem Gebiet geleistet haben.

Die Ernüchterung über die doch recht beschränkten Möglichkeiten der realen Raumfahrt im Vergleich zu den Ideen der SF-Autoren sollte jedoch bald folgen, und zwar spätestens mit der Einstellung des Apollo-Programms der NASA.

 

 

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Hardy Kettlitz hat in seinem Buch „Hugo Awards 1953-1984” (erschienen 2015 bei Golkonda) die Gewinner des berühmten Hugo Awards – einem der wichtigsten Science-Fiction-Preise der Welt – zusammengetragen und erklärt, warum die Preisträger zu Gewinnern wurden. Genau diesen Überblick über die Geschichte der Science Fiction möchten wir mit euch teilen. 

 

 

© 2015 by Hardy Kettlitz

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