Science Fiction Buchtipps von der Berliner Fantasy und Science Fiction Buchhandlung Otherland

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Neue Science-Fiction-Bücher im September: Peripherie, Krieg der Klone-Trilogie und weitere



Jeden Monat geben euch hier die Jungs der Berliner Fantasy und Science Fiction Buchhandlung Otherland Tipps über die besten Neuerscheinungen aller Verlage. Los geht's also mit den Buchtipps aus dem Bereich Science Fiction.


Weiter, weiter, weiter!

Das Highlight der aktuellen deutschen SF-Neuerscheinungen ist sicherlich Peripherie von William Gibson. Nach der Neuromancer-Trilogie (die ich liebe), der Idoru-Trilogie (nett, aber Neuromancer-Verschnitt) und der Blue Ant-Trilogie (umwerfende Sprache, ansonsten wabernder Jetzt-Zeit-Roman) kommt Die Peripherie mit dem typischen High-End-Gibson-Slang, aber mit ziemlich futuristischen Ansätzen in zwei Zukünften, eine 30 und die andere 70 Jahre von jetzt an. Und die Jungs aus der ferneren Zukunft können per Daten-Zeitmaschine auf die nähere Zukunft zugreifen und hauen sich da mächtig auf die Fresse. Russischen Oligarchen und so. Und Tattoos. Kein Neuromancer, aber näher dran als alles dazwischen.

Nach Harrisons Licht-Trilogie sind zwei weitere Sammelbände aufgeschlagen: Hugh Howeys Silo (alle drei Bände ohne das Prequel) und John Scalzis Krieg der Klone-Trilogie (aha, nun is es also nur ne Trilogie?) und zusätzlich noch ein neuer Scalzi, Band 6 der Krieg der Klone-Trilogie (? …) Galaktische Mission, in dem die Menschen versuchen, herauszufinden, welche dritte Fraktion Menschen gegen Alien ausspielt. Sylvain Neuvels Giants - Sie sind erwacht hört sich erstmal ein bisschen wie Transformers an: auf der Erde werden an verschiedenen Stellen Teile gigantischer Roboter gefunden. Keiner weiß, woher die Teile stammen. Die Story wird in Form von Interviews erzählt, ähnlich wie in Worldwar Z. Guter erster Teil eines süffigen SF-Tec-Thrillers!

Mit Leben ohne Ende gibt's eine Neuauflage des Endzeitklassikers von George R. Stewart aus dem Jahr 1949. Ähnlich Mathesons Ich bin Legende, nur ohne Zombies. Grandios geschrieben, saugt einen schon nach zwei Seiten tief rein. Der Klassiker der Katastrophenromane!

Jason M. Hough macht mit seiner Dire-Earth-Trilogie 1: Darwin City - Die Letzten der Erde was Ähnliches, irgendwie in der Tradition von Stewart, Seuche, alles zerstört, AUßER um die Stadt Darwin in Australien, in der ein riesiger außerirdischer Aufzug steht. Der unsichtbare Krieg ist Jasper T. Scotts zweiter Teil der Dark Space-Serie um die vor den Sythianern geflüchteten Menschheitsreste. Bisschen Battlestar Galactica. Guter, temporeicher Wegles-SF.

Die Mauern der Welt hoch ist der zweite Roman von James Tiptree Jr. und ein weiteres dieser wunderschönen Bücher der Tiptree-Werksausgabe aus dem Septime-Verlag. PDF-Leseprobe hier.

Und nun, als Abschluss, der erste Roman aus dem neuen Hause FISCHER Tor: Am Ende aller Zeiten von Adrian J. Walker. Übrigens auch Post-Apo. Aber Meteoriten, nicht Seuche. Um seine Familie wieder zu sehen, muss Edgar Hill laufen. Von Edinburgh nach Cornwall. 500 Kilometer. Kein Kindergeburtstag, und man kommt beim Lesen mit aus der Puste! 


Geschrieben von Otherlander Wolfgang Tress.

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