Stranger Things, Season 2

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Stranger Things 2, Denis Scheck über "Freie Geister" und G. R. R. Martin als Produzent einer Serien-Adaption


Unsere Science-Fiction- und Fantasy-News sind da. Dieses Mal mit einem spannenden Einblick in die 2. Staffel von Stranger Things, Denis Schecks lesenswert-Quartett und George R. R. Martin als Produzent einer Serie, die auf Nnedi Okorafors Romanen basiert.

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"Stranger Things" - erster Teaser zur neuen Staffel

Stranger Things war im letzten Jahr wohl der Überraschungshit unter den Serien. Eine wunderbare Hommage an die 80er Jahre, Stephen King, Coming-of-Age-Horror und kultige B-Movies. Staffel 2 wird von Netflix am 27. Oktober veröffentlicht, also genau in jener Zeit, in der sich viele mit Gruselgeschichten auf Halloween einstimmen. Der erste kurze Teaser lässt vermuten, dass da etwas Großes auf uns zukommt.

Das "lesenswert"-Quartett liest "Freie Geister"

Was Talkshows angeht, in denen sich alles um Literatur dreht, ist das Literarische Quartett vermutlich die eine Sendung, die den meisten Menschen spontan einfällt, auch wenn dessen dröger und verkrampfter Nachfolger im ZDF nur ein Schatten der ursprünglichen Sendung darstellt. Viel eloquenter und entspannter geht es dafür im lesenswert-Quartett mit Denis Scheck, Ijoma Mangold, Insa Wilke (Felicitas von Lovenberg ist leider nicht mehr dabei, da sie zum "Feind" übergelaufen ist und nun den Piper-Verlag leitet) und einem Gast (diese Mal Felicitas Hoppe), die in ihren lebhaften Diskussionen Lust am Lesen und ihre Liebe zur Literatur wortgewandt vermitteln, ohne es dabei an Kritik mangeln zu lassen. In der am Donnerstag den 13. Juli um 23.15 Uhr im SWR  laufenden Sendung (und danach auch in der Mediathek) erweist sich Literaturkritiker Denis Scheck wieder einmal als ein Streiter für das Gute, Schöne und Phantastische, und bespricht mit seinen KollegInnen Ursula K. Le Guins SF-Klassiker Freie Geister. Jenen Roman, der im Original den mehrdeutigen Titel The Dispossed trägt, und im Deutschen bereits als Planet der Habenichtse und Die Enteigneten erschienen ist, und bei Fischer Tor aktuell in einer Neuübersetzung von Karen Nölle.

"Who Fears Death" soll HBO-Serie werden

Wie die Autorin Nnedi Okorafor auf Twitter bekannt gegeben hat, wird HBO eine Serienadaption ihres afrikanischen Postapokalypse-Romans Who Fears Death mit George R. R. Martin als Executive Producer entwickeln (was noch nicht heißt, dass auch wirklich eine Serie daraus wird). Auf seinem Blog hebt Martin noch mal hervor, dass er nur einer unter mehreren ausführenden Produzenten sein wird, und man seinen Namen da nicht zu sehr aufbauschen solle. In manchen Meldungen (z. B. bei Vice) hat man Nnedi Okorafor sogar ganz weggelassen, so dass der Eindruck entstehen könnte, es sei ein reines Martin-Projekt. Ist es aber nicht: Denn die Story basiert auf dem Buch von Nnedi Okorafor, das auf Deutsch erst kürzlich bei Cross Cult unter dem Titel Wer fürchtet den Tod erschienen ist. Okorafor ist zwar Amerikanerin, stammt aber aus einer nigerianischen Familie und pflegt die afrikanische Kultur ihrer Familie und ihres Umfeldes auch stark in ihre Romane ein, wie z. B. in dem in Lagos spielenden Erstkontaktroman Lagune. Ihr Werk wird auch gerne als Afrofuturism bezeichnet.

Wer fürchtet den Tod
Nnedi Okorafor

© Cheetah Witch - Own work, CC BY-SA 4.0

Who Fears Death

25 der bisher besten englischsprachigen Phantastikbücher 2017

Es ist schon schwierig, alle deutschsprachigen Neuerscheinungen im Bereich der Phantastik im Blick zu behalten, nimmt man den englischsprachigen Markt noch dazu, ist man zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Da kann es doch hilfreich sein, wenn sich Kenner der Szene einen Überblick verschaffen und eine gewisse Auswahl treffen. Joel Cunningham hat für Barnes and Noble 25 der bisher besten englischsprachigen Phantastikneuerscheinungen 2017 aufgelistet. Und da sind eine Menge interessanter Sachen dabei. Man darf gespannt, sein, was davon den Weg auf den deutschsprachigen Markt finden wird.

"Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" - neuer Trailer

Und schon wieder was Neues zu Valerian. Seit ich diese Newsrubrik betreue, merke ich erst, wie viele Trailer und Featurettes die Studios zu den großen Filmen raushauen, und bin davon teilweise auch etwas genervt. Aber Valerian ist ein französischer SF-Film (wenn auch auf Englisch gedreht), der außerhalb des Studiosystems von Hollywood entstanden ist, kein Franchise, kein Sequel, Prequel usw., wenn auch mit einer Kultvorlage. Die ersten Kritiken lassen jedenfalls einen kreativen SF-Spaß vermuten (wenn auch nicht alle Kritiker überzeugt sind), und im neuesten Trailer zeigt sich der Film von seiner humorvollen Seite.


Die nächsten SFF News gibt es am Freitag, den 14. Juli!

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