Neue Science-Fiction-Bücher im April: Armada, The Red 2: Prüfungen, Radch 3: Das Imperium uvm.

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Neue Science-Fiction-Bücher im April: Armada, The Red 2: Prüfungen, Radch 3: Das Imperium uvm.


Jeden Monat geben euch hier die Jungs der Berliner Fantasy und Science Fiction Buchhandlung Otherland Tipps über die besten Neuerscheinungen aller Verlage. Los geht's also mit den Buchtipps aus dem Bereich Science Fiction.

 

Und das sind die Science-Fiction-Buchtipps für April:

Dark Matter - Der Zeitenläufer von Blake Crouch bei Amazon bestellen
The Red 2: Prüfungen von Linda Nagata bei Amazon bestellen
Dunkler Orbit von Al Robertson bei Amazon bestellen

Armada von Ernest Cline

Zack Lightman aus Clines Armada ist eigentlich ich. Dabei war ich nie groß der Computerspieler, aber geträumt hab ich schon hin und wieder, dass ich die Erde rette … dass Außerirdische kommen … jedenfalls fängt Armada da an, wo Orson Scott Cards Enders Spiel aufhört. Und Zack ist alles andere als ein Superstrategie-Genie. Wie schon zuvor Ready Player One ist auch Armada eine kurzweilige Nerd-Geschichte mit vielen nostalgischen Momenten. Ratzfatz weggelesen, wohlgefühlt und dann auch wieder vergessen. 


Dark Matter - Der Zeitenläufer von Blake Crouch

Blake Crouch stellt mit Dark Matter - Der Zeitenläufer eine grundlegende Frage, die bereits in Täglich grüßt das Murmeltier Thema war: was würden wir ändern, wenn wir Entscheidungen in unserem Leben ändern könnten. Spannende Frage, die sich jeder mal selbst stellen kann. Jason Dessen in Der Zeitenläufer wird mit dieser Frage auf eine sehr ungewöhnliche Weise konfrontiert. Kurzweiliges, gut erzählte Geschichte, bei der Crouch es sich verkniffen hat, die Komplexität der Frage “Was wäre wenn” ins Buch zu bringen. Stattdessen winden sich die Hirnsynapsen des Lesers. 


The Red 2: Prüfungen von Linda Nagata

Mil-SF-Kracher mit Grips - ich mag Linda Nagata, sie kann die Nachbrenner einer Geschichte einschalten, ohne dabei in stereotypische Hau-Druff-Plattitüden zu verfallen. In Teil 2, Prüfungen, versucht nun Lieutenant James Shelley legal zu klären, was in ihrer Mission im ersten Band schief lief und wer dafür verantwortlich ist. 

Dunkler Orbit - Al Robertson

Hab ich schon im Original (Crashing Heaven) gelesen. Erinnert mich ein bisschen an Walter Jon Williams Aristoi. Ex-Supersoldier mit krasser Kampf-KI im Hirn versucht in der Die-Aliens-haben-gewonnen-Nachkriegswelt zurechtzukommen und kann es nicht fassen, dass alle auf Frieden machen. Weder er noch seine KI haben da Bock drauf. Also macht er nen Deal mit seiner KI: Aliens doch noch fertigmachen, dann kann sie seinen Körper komplett übernehmen. Düster, cyberpunkig, lecker. 


Geschrieben von Otherlander Wolfgang Tress.

Science Fiction - die Auslese

Radch 3: Das Imperium von Ann Leckie

Teil 2 von Leckies Radch-Trilogie, Die Mission, hat mich ja ein bisschen unbefriedigt gelassen: ein paar schöne neue Details zur höchst sonderbaren Gesellschaft des Radch, zum Beispiel den Umgang mit Kindern betreffend, aber zu viele Intrigen und eine etwas unmotivierte Actionszene zum Abschluss. Der Abschluss von Leckies Radch-Trilogie gefällt mir wieder etwas besser, der Wow-Effekt von Band eins, Die Maschinen, will sich allerdings nicht wieder einstellen. Die Herrscherin des Radch kommt auf die Breq unterstellte Raumstation, und der Tod des Botschafters der rätselhaften Presger in Teil 2 droht Konsequenzen zu haben … immer dringlicher stellt sich die Frage nach einer grundlegenden Umwälzung der Radch-Gesellschaft. Das Imperium wartet mit einigen großartigen Szenen auf - unter anderem der eigenartigsten, nun ja, sagen wir Raumschlacht, die mir jemals untergekommen ist - und hat ein paar spannende Ideen zum Thema KI-Rechte im Gepäck. Wie gesagt, so ganz löst der dritte Band das große Versprechen von Band 1 nicht ein, aber Spaß macht er trotzdem!


Geschrieben von Otherlander Jakob Schmidt.

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